http://www.faz.net/-gqe-7gxqn

Gerichtsentscheid : Daimler muss Werbung für S-Klasse stoppen

  • Aktualisiert am

Die neue S-Klasse Bild: Daimler

Der deutsche Automobilhersteller hat offenbar falsche Kohlendioxid-Werte angegeben in seiner Werbung für die neue S-Klasse. Irreführende Anzeigen hat ein Gericht nun verboten.

          Doch nicht so umweltfreundlich: Der Automobil-Hersteller Daimler muss wegen irreführender Angaben Werbeanzeigen für seine runderneuerte S-Klasse stoppen. Das Landgericht Stuttgart erließ eine einstweilige Verfügung, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Demnach darf der Konzern künftig nicht mehr mit falschen Werten zu CO2-Ausstoß, Effizienzklassen und Spritverbrauch seines Flaggschiffs werben.

          Die Deutsche Umwelthilfe hatte entsprechende Anzeigen für die neue S-Klasse beim Gericht moniert. Die Umweltschützer hatten bemängelt, der Konzern werbe damit, dass die Autos die Energieeffizienz-Klassen A bis D hätten. Ein Modell der S-Klasse erreiche aber nur die schlechtere Klasse E, ein anderes die Klasse F. Auch der Kohlendioxidausstoß zweier AMG-Modelle weiche ab. Zudem weiche der angegebene Spritverbrauch von der Realität ab.

          Daimler verweist darauf, dass die kritisierten Motortypen noch gar nicht bekannt gewesen seien, als die monierten Anzeigen geschaltet wurden. Die Werbung sei mittlerweile entsprechend geändert worden. Im Internet sei die Änderung sofort erfolgt, nachdem die leistungsstärkeren Motorvarianten verwendet wurden. Die Werbung, die in Magazinen erschienen sei, habe jedoch wegen der langen Vorlaufzeiten nicht mehr berichtigt werden können.

          Sollte Daimler seine neue S-Klasse trotzdem weiter mit den geschönten Angaben anpreisen, könnte das die Schwaben teuer zu stehen kommen: Nach Gerichtsangaben wird dann ein Ordnungsgeld von bis zu einer Viertelmillion Euro fällig.

          Quelle: DPA-AFX

          Weitere Themen

          Eröffnung des BER: Oktober 2020 Video-Seite öffnen

          Neuer Termin : Eröffnung des BER: Oktober 2020

          BER-Chef Engelbert Lütke Dalrup: „Die Eröffnung im Oktober 2020 ist auch dann belastbar, wenn neue Schwierigkeiten auftreten sollten. Wir haben ausreichende Sicherheitspuffer eingeplant.“

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Zweite Chance für die GroKo : Zwischen gestern und morgen

          Diese Woche traf sich der CDU-Bundesvorstand zur Besprechung der Wahlanalysen und zur Klärung der Frage, wie man der SPD begegnen solle. Es wurde deutlich: Für eine große Koalition gibt es noch allerhand Unwägbarkeiten.

          Heinz-Christian Strache : Mit anstößigen Sprüchen nach oben

          Seit 2005 führt er die rechte FPÖ, in der neuen österreichischen Regierung wird er Vizekanzler. In seiner Jugend verkehrte Strache mit Neonazis. Ein Porträt.
          Das amerikanische Verteidigungsministerium Pentagon (Archivaufnahme von 2008)

          Verteidigungsministerium : Das Pentagon forschte jahrelang nach UFOs

          Über Jahre wurden Millionen-Aufwendungen für das „Programm zur Identifizierung von Bedrohungen im Luft-und Weltraum“ im Verteidigungshaushalt versteckt. Doch auch nach Ablauf des Programms verfolgten Mitarbeiter Berichte über UFOs.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.