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Risikoabsicherung

Gerichtsentscheid Daimler muss Werbung für S-Klasse stoppen

Der deutsche Automobilhersteller hat offenbar falsche Kohlendioxid-Werte angegeben in seiner Werbung für die neue S-Klasse. Irreführende Anzeigen hat ein Gericht nun verboten.

© Daimler Vergrößern Die neue S-Klasse

Doch nicht so umweltfreundlich: Der Automobil-Hersteller Daimler muss wegen irreführender Angaben Werbeanzeigen für seine runderneuerte S-Klasse stoppen. Das Landgericht Stuttgart erließ eine einstweilige Verfügung, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Demnach darf der Konzern künftig nicht mehr mit falschen Werten zu CO2-Ausstoß, Effizienzklassen und Spritverbrauch seines Flaggschiffs werben.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte entsprechende Anzeigen für die neue S-Klasse beim Gericht moniert. Die Umweltschützer hatten bemängelt, der Konzern werbe damit, dass die Autos die Energieeffizienz-Klassen A bis D hätten. Ein Modell der S-Klasse erreiche aber nur die schlechtere Klasse E, ein anderes die Klasse F. Auch der Kohlendioxidausstoß zweier AMG-Modelle weiche ab. Zudem weiche der angegebene Spritverbrauch von der Realität ab.

Daimler verweist darauf, dass die kritisierten Motortypen noch gar nicht bekannt gewesen seien, als die monierten Anzeigen geschaltet wurden. Die Werbung sei mittlerweile entsprechend geändert worden. Im Internet sei die Änderung sofort erfolgt, nachdem die leistungsstärkeren Motorvarianten verwendet wurden. Die Werbung, die in Magazinen erschienen sei, habe jedoch wegen der langen Vorlaufzeiten nicht mehr berichtigt werden können.

Sollte Daimler seine neue S-Klasse trotzdem weiter mit den geschönten Angaben anpreisen, könnte das die Schwaben teuer zu stehen kommen: Nach Gerichtsangaben wird dann ein Ordnungsgeld von bis zu einer Viertelmillion Euro fällig.

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Quelle: DPA-AFX

 
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