Home
http://www.faz.net/-gqe-75zt7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Geplante Kürzungen Commerzbank bestätigt Abbau von bis zu 6000 Stellen

Die Commerzbank will in den kommenden Jahren 4.000 bis 6.000 Arbeitsplätze streichen. Der Stellenabbau soll alle Bereiche weltweit umfassen - außer den beiden Tochtergesellschaften BreBank und Comdirect.

© REUTERS Vor allem das Geschäft mit Privatkunden will die Commerzbank neu ausrichten

Die Commerzbank wird in den kommenden Jahren massiv Stellen streichen. Wie befürchtet will Deutschlands zweitgrößte Bank bis zu 6.000 Jobs in Deutschland abbauen. Das wären etwa 18 Prozent der deutschen Belegschaft. Ein Sprecher der Bank teilte mit, dass 4.000 bis 6.000 Vollzeitstellenstellen bis 2016 wegfallen sollen. Die genaue Höhe des Abbaus werde in den Verhandlungen mit den Arbeitnehmern vereinbart. Die Gespräche darüber sollen im Februar starten.

Damit haben die Mitarbeiter der Commerzbank Gewissheit über die einschneidenden Pläne. Das Wall Street Journal Deutschland hatte vor einigen Tagen erfahren, dass die zweitgrößte Bank hierzulande hinter der Deutschen Bank rund 6.000 Jobs abbauen will. Wie andere Banken, muss auch die Commerzbank Kosten senken, und setzt dabei auch beim Personal an.

Im November hatte die Commerzbank, an der die Bundesregierung noch mit 25 Prozent beteiligt ist, eine umfangreiche Restrukturierung angekündigt. In den kommenden vier Jahren will die Bank nicht nur kräftig in die Steigerung der Ertragskraft investieren, sondern sich auch verkleinern. Vor allem das verlustreiche Privatkundengeschäft wird dabei strategisch neu ausgerichtet werden.

Das löste bereits im Herbst Befürchtungen aus, dass im Zuge dessen etliche Filialen geschlossen und Stellen abgebaut werden könnten. Das Bankhaus will trotz geplanter Investitionen die Kosten stabil halten und dies durch Steigerung der Effizienz und eine Optimierung der Kapitalbasis erreichen. Das Kerngeschäft soll gestärkt und alles, was nicht Kerngeschäft ist, abgebaut werden.

Mehr zum Thema

Jüngsten Zahlen zufolge beschäftigt die Commerzbank AG rund 37.000 Mitarbeiter in Deutschland auf rund 34.000 Vollzeitstellen. Im Zuge der Integration der übernommenen Dresdner Bank hatte die fusionierte Bank Anfang 2009 die Streichung von 9.000 Vollzeitstellen angekündigt. Dieser Abbau ist derzeit im Plan und zu mehr als 90 Prozent abgeschlossen.

Quelle: Dow Jones

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Asylbewerber Auch Öney plädiert für  Abschreckungseffekt

Den Vorschlag, Asylbewerbern aus sicheren Herkunftsländern das Taschengeld zu kürzen, hält Baden-Württembergs Integrationsministerin Bilkay Öney für rechtlich bedenklich. Aber auch die SPD-Politikerin will aussichtslose Asylverfahren vermeiden. Mehr Von Rüdiger Soldt, Stuttgart

03.07.2015, 09:25 Uhr | Politik
Frankfurt Commerzbank macht Aktionären Hoffnung auf Dividende

Positive Nachrichten gibt es für die Aktionäre der Commerzbank: Sie dürfen auf die erste Dividende seit 2007 hoffen. Das stellte Vorstandschef Martin Blessing bei der Hauptversammlung in Frankfurt in Aussicht. Mehr

30.04.2015, 15:39 Uhr | Wirtschaft
Angst vor der Blase Chinas Zentralbank senkt den Zins

In China stürzen die Börsenkurse. Es herrscht Angst vor einer Blase und einer Rezession. Die Notenbank stemmt sich dagegen. Mehr

27.06.2015, 13:31 Uhr | Finanzen
40 Jahre nach dem Krieg Vietnam erinnert mit Militärparade an Kriegsende

Festumzug in Ho-Chi-Minh-Stadt. Das frühere Saigon erinnert mit einer Militärparade an den Fall der Stadt vor 40 Jahren. Mit dem Einmarsch nordvietnamesischer Soldaten endete damals der Vietnamkrieg. Rund 6000 Menschen, darunter Soldaten, Kinder und Veteranen stellten bei der Zeremonie am Donnerstag Szenen von damals nach. Mehr

30.04.2015, 10:24 Uhr | Politik
Nato-Verteidigungsministertreffen Hoffnung in Zeiten des Säbelrasselns

Die Nato will nicht zu einem kalten Krieg zurückkehren. Angesichts des Ukraine-Konflikts erhöht sie die Zahl der schnell einsatzbereiten Soldaten aber auf bis zu 40.000. Russland ist nicht da, aber trotzdem anwesend. Mehr Von Michael Stabenow, Brüssel

24.06.2015, 19:46 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.01.2013, 09:25 Uhr

Maut-Schaden

Von Manfred Schäfers

Die Freude des Verkehrsministers über das Maut-Gesetz währte nur kurz. Tatsächlich rollt nun das Geld, dummerweise in die falsche Richtung: aus dem Verkehrsetat, statt hinein. Mehr 31 21


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Der Zuckerkonsum wächst

Die Weltbevölkerung wird in den kommenden Jahren mehr Zucker konsumieren. Vor allem in Entwicklungsländern wird ein starkes Wachstum erwartet. Mehr 2