Home
http://www.faz.net/-gqe-75zt7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 24.01.2013, 09:25 Uhr

Geplante Kürzungen Commerzbank bestätigt Abbau von bis zu 6000 Stellen

Die Commerzbank will in den kommenden Jahren 4.000 bis 6.000 Arbeitsplätze streichen. Der Stellenabbau soll alle Bereiche weltweit umfassen - außer den beiden Tochtergesellschaften BreBank und Comdirect.

© REUTERS Vor allem das Geschäft mit Privatkunden will die Commerzbank neu ausrichten

Die Commerzbank wird in den kommenden Jahren massiv Stellen streichen. Wie befürchtet will Deutschlands zweitgrößte Bank bis zu 6.000 Jobs in Deutschland abbauen. Das wären etwa 18 Prozent der deutschen Belegschaft. Ein Sprecher der Bank teilte mit, dass 4.000 bis 6.000 Vollzeitstellenstellen bis 2016 wegfallen sollen. Die genaue Höhe des Abbaus werde in den Verhandlungen mit den Arbeitnehmern vereinbart. Die Gespräche darüber sollen im Februar starten.

Damit haben die Mitarbeiter der Commerzbank Gewissheit über die einschneidenden Pläne. Das Wall Street Journal Deutschland hatte vor einigen Tagen erfahren, dass die zweitgrößte Bank hierzulande hinter der Deutschen Bank rund 6.000 Jobs abbauen will. Wie andere Banken, muss auch die Commerzbank Kosten senken, und setzt dabei auch beim Personal an.

Im November hatte die Commerzbank, an der die Bundesregierung noch mit 25 Prozent beteiligt ist, eine umfangreiche Restrukturierung angekündigt. In den kommenden vier Jahren will die Bank nicht nur kräftig in die Steigerung der Ertragskraft investieren, sondern sich auch verkleinern. Vor allem das verlustreiche Privatkundengeschäft wird dabei strategisch neu ausgerichtet werden.

Das löste bereits im Herbst Befürchtungen aus, dass im Zuge dessen etliche Filialen geschlossen und Stellen abgebaut werden könnten. Das Bankhaus will trotz geplanter Investitionen die Kosten stabil halten und dies durch Steigerung der Effizienz und eine Optimierung der Kapitalbasis erreichen. Das Kerngeschäft soll gestärkt und alles, was nicht Kerngeschäft ist, abgebaut werden.

Mehr zum Thema

Jüngsten Zahlen zufolge beschäftigt die Commerzbank AG rund 37.000 Mitarbeiter in Deutschland auf rund 34.000 Vollzeitstellen. Im Zuge der Integration der übernommenen Dresdner Bank hatte die fusionierte Bank Anfang 2009 die Streichung von 9.000 Vollzeitstellen angekündigt. Dieser Abbau ist derzeit im Plan und zu mehr als 90 Prozent abgeschlossen.

Quelle: Dow Jones

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Preisverfall am Ölmarkt Was ist so schlimm am billigen Öl?

Das billige Öl erfreut die Verbraucher. Doch Förderstaaten und Ölfirmen geraten in Gefahr. Ein Risiko für die Weltwirtschaft. Mehr Von Thomas Klemm

26.01.2016, 09:49 Uhr | Finanzen
Internetriese Massiver Jobabbau bei Yahoo

Im vierten Quartal ist der Umsatz bei Yahoo um 15 Prozent zurückgegangen. Der Internetriese Yahoo findet gegenwärtig kein Mittel, um sich im Netz gegen Google und Facebook durchzusetzen. Deshalb streicht der Konzern nun 15 Prozent seiner Arbeitsplätze. Mehr

08.02.2016, 13:21 Uhr | Wirtschaft
Investment-Banking Die fetten Boni-Jahre sind vorbei

In London bangen die Investmentbanker um ihre Arbeitsplätze. In New York sinken die Gehälter. In Frankfurt muss die Deutsche Bank kräftig streichen. Wer bekommt noch etwas ab vom Boni-Kuchen? Mehr Von Markus Frühauf, Tim Kanning und Marcus Theurer, London

26.01.2016, 08:27 Uhr | Finanzen
Tödliches Klimaphänomen El Niño, ein Satan

Dürre, Fluten, Brände – El Niño ist größer als im Katastrophenjahr ’98. Die UN befürchten Abermillionen Opfer, Länder wie Simbabwe erklären den Notstand. Sehen Sie, wie unsere Korrespondenten rund um die Welt die Situation erleben.Die UN befürchten Abermillionen Opfer, Länder wie Simbabwe erklären den Notstand. Mehr Von Joachim Müller-Jung

06.02.2016, 17:02 Uhr | Wissen
Schlechte Bilanz Deutsche-Bank-Vorstände bekommen keine Boni

Der Rekordverlust der Deutschen Bank hat Konsequenzen für die Bezahlung des Top-Managements. Auch die Belegschaft muss sich auf spürbare Einschnitte bei den Boni einstellen. Mehr

28.01.2016, 12:14 Uhr | Wirtschaft

Wachstum ohne Schulden

Von Gerald Braunberger

Die Finanzkrise hat die Staaten dazu bewogen, durch höhere Schulden die Weltwirtschaft zu stabilisieren. Dass Wachstum auch ohne Schulden möglich ist, zeigt ein Blick ins Silicon Valley. Mehr 34 7


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Unser Gold ist etwas weniger wert

Die Bundesbank verwaltet das Gold der Deutschen. Es geht um mehr als 100 Milliarden Euro. Vor vier Jahren war der Wert sogar noch viel größer. Mehr 0