Home
http://www.faz.net/-gqi-nyd1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

General Motors Nur noch die Finanzsparte bringt Gewinn

 ·  Der weltgrößte Automobilhersteller General Motors (GM) hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 30 Prozent weniger verdient als im Jahr zuvor, aber dennoch die Erwartungen der Wall Street übertroffen.

Artikel Lesermeinungen (0)

Der weltgrößte Automobilhersteller General Motors (GM) hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 30 Prozent weniger verdient als im Jahr zuvor, aber dennoch die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Fast alle Gewinne stammten allerdings aus der Finanzsparte von GM, die aufgrund des starken Hypothekengeschäfts einen Rekordgewinn verbuchte. Das nordamerikanische Automobilgeschäft von GM litt dagegen unter niedrigeren Absatzzahlen und dem harten Preiskampf, der mit Rabatten ausgefochten wird. Zudem belastete ein zeitweiliger Produktionsausfall in einer Fabrik, die durch einen Tornado beschädigt wurde.

Der Marktanteil von GM im Heimatmarkt, den das Unternehmen mit den Rabatten steigern will, lag im zweiten Quartal bei 27,9 Prozent. Das liegt leicht unter dem Ergebnis des Vorjahres, aber deutlich über dem schwächeren Resultat des ersten Quartals. Insgesamt wies GM für das vergangene Quartal einen Nettogewinn von 901 Millionen Dollar aus. Auf die Finanzsparte GMAC entfielen 834 Millionen Dollar. Der Umsatz blieb mit 48,3 Milliarden Dollar nahezu unverändert. Der Nettogewinn übertraf mit 1,58 Dollar pro Aktie die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten von 1,19 Dollar pro Anteilschein. Der Aktienkurs von GM reagierte mit Verlusten.

Opel operativ im Plus

In Europa näherte sich GM aufgrund anhaltender Kostenkürzungen und stärkeren Absatzes der Tochtergesellschaften Opel/Vauxhall und Saab fast in die Gewinnzone. Nach einem Verlust im Vorjahresquartal von 115 Millionen Dollar erreichte GM Europe mit minus 3 Millionen Dollar nun fast die Gewinnschwelle. Im ersten Halbjahr hat sich so der Nettoverlust bei den europäsichen GM-Aktivitäten deutlich von 702 auf 68 Millionen Dollar verringert.

Während Saab jedoch nach wie vor hohe Verluste schreiben dürfte, bessert sich die Lage bei Opel, die nach Informationen aus Unternehmenskreisen im ersten Quartal zumindest operativ profitabel gearbeitet hatte. Nach einem Betriebsverlust von 227 Millionen Euro (Vorjahr 674 Millionen Euro) und einem Jahresfehlbetarg von 345 Millionen Euro (Überschuß 87 Millionen Euro) will Opel Ende dieses Jahres endgültig in die Gewinnzone zurückkehren.

GM Europe erhöhte seinen Marktanteil im zweiten Quartal leicht um 0,3 Prozentpunkt auf 9,4 Prozent. Da der Markt aber deutlich rückläufig war, gingen auch bei den GM-Gesellschaften in Westeuropa die Verkäufe mit minus 2 Prozent bei Opel und minus 1 Prozent bei Saab zurück. (nks./kön.)

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Die Europäische Kommission will Strafzölle auf Solarmodule aus China erheben. Zahlreiche Unternehmen warnen vor der Reaktion Chinas. Davon darf sich die EU nicht beeinflussen lassen – trotzdem sollten die Mitgliedsstaaten alles daran setzten, die Kommission von ihren Plänen abzubringen. Mehr

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --