Home
http://www.faz.net/-gqe-74io3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

General Motors kauft GMAC zurück Opel finanziert seine Autos künftig wieder selbst

Im härter gewordenen Wettbewerb um Autokäufer entscheidet häufig ein attraktives Finanzierungsangebot. Der schwächelnde Autobauer Opel holt jetzt auf - mit einer alten Bekannten.

© AP Kommt zurück nach Hause: General Motors verleibt sich die ehemalige Konzerntochtergesellschaft GMAC wieder ein - gut für Opel.

Opel vergibt Leasing-Verträge und Autokredite bald wieder im eigenen Haus. Dafür kauft die Opel-Muttergesellschaft General Motors das Finanzkauf GMAC, das schon einmal zum Konzern gehört hatte. Der Schritt ist beim Kampf um Autokäufer von Vorteil, denn so lassen sich leichter attraktive Finanzierungsangebote schnüren. Das sagte General Motors-Finanzchef Dan Ammann, während er den Zukauf am GM-Stammsitz in Detroit verkündete. Opel leidet unter den deutschen Automobilherstellern derzeit besonders unter schwächerem Absatz in Europa, Stellenstreichungen sind bereits angekündigt.

Dabei finanziert GMAC, obwohl für einige Jahre nicht innerhalb des GM-Konzerns angesiedelt, seit Jahrzehnten Opel-Autos und überdies auch die Modelle der in Deutschland noch vergleichsweise jungen Schwestermarke Chevrolet. General Motors hatte die Mehrheit an GMAC im Jahr 2006 an den Finanzinvestor Cerberus verkauft.

Opel kann günstige Finanzierungen gut gebrauchen

Das aktuelle GM-Management nimmt die Autofinanzierung wieder in die eigenen Hände. Der Konzern hatte für den nordamerikanischen Markt bereits den Autofinanzierer AmeriCredit geschluckt. Um auch in Europa, Lateinamerika und China selbst Finanzierungen anbieten zu können, kauft GM nun auch den internationalen Zweig seiner Ex-Tochter GMAC. Diese hatte sich zwischenzeitlich in Ally Financial umbenannt.

Opel kann günstige Finanzierungen für seine Autos gut gebrauchen, um die schwachen Verkäufe anzukurbeln. Die Rüsselsheimer verlieren seit Jahren Geld. Der Konzern rechnet in der Region frühestens zur Mitte des Jahrzehnts mit einer schwarzen Null vor Sonderkosten.

Übernahme kostet 4,2 Milliarden Dollar

Die Übernahme des internationalen Zweigs von Ally Financial ist 4,2 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) schwer. Die Finanzfirma will mit dem eingenommenen Geld ihre Schulden beim amerikanischen Steuerzahler begleichen. Denn das Unternehmen musste genauso wie sein ehemaliger Mutterkonzern in der Finanz- und Wirtschaftskrise vom Staat gerettet werden.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Opel mit neuer App Das Auto teilen mit den Facebook-Freunden

Mit seinem Carsharing-Modell Carunity will Opel vom Autobauer zum Mobilitätsanbieter werden. Doch derzeit kann nicht jeder Smartphone-Nutzer die Offerte testen. Mehr Von Thorsten Winter, Rüsselsheim

26.06.2015, 11:02 Uhr | Rhein-Main
Apple-Auto Eindeutige Hinweise auf das iCar

Bei Apple verdichten sich die Hinweise, dass der Technologie-Konzern an der Entwicklung eines Elektroautos arbeitet. Ein Hersteller von Auto-Akkus hat Apple verklagt. Mehr

20.02.2015, 15:21 Uhr | Wirtschaft
Russland-Embargo Heimische Firmen spüren Boykottfolgen

Die Exporte nach Russland sind stark rückläufig - das bemerken auch viele hessische Firmen. Autobauer Opel schließt sein Werk in St. Petersburg. Aber Pharmahersteller Merck will dem Trend trotzen. Mehr Von Thorsten Winter, Rhein-Main

23.06.2015, 14:02 Uhr | Rhein-Main
Auto-Show in Detroit Supersportwagen knallen mit 600 PS

Auf der Auto-Show in Detroit werden vor allem kräftige Antriebe und teure Spitzenmodelle gefeiert. Ford zeigt seinen neuen GT mit stolzen 600 PS. Auch Honda und BMW sind mit neuen Modellen am Start. Mehr

14.01.2015, 11:21 Uhr | Technik-Motor
Carsharing in Rhein-Main Das geteilte Auto

Wozu noch ein eigenes Auto besitzen? Die Carsharing-Angebote in Frankfurt werden immer besser. In Gestalt von Opel steigt ein weiterer prominenter Name in das Geschäft ein. Mehr

22.06.2015, 11:57 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.11.2012, 08:32 Uhr

Der verunsicherte Urlauber

Von Timo Kotowski

Eine drohende Staatspleite in Griechenland, Terror in Tunesien: Die Urlaubsfreude erhält in diesem Jahr gleich zwei Dämpfer. Doch einen Vollkaskoschutz für schöne Ferien kann die Reisebranche nicht liefern. Mehr 0


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Wo es das günstigste Bier gibt

In Berlin, Frankfurt und München kostet Bier weniger als in vielen anderen Großstädten auf der Welt. Es geht aber auch noch günstiger. Mehr 3