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Geldpolitik EZB pumpt abermals Milliarden in den Geldmarkt

06.09.2007 ·  In den vergangenen Wochen hat die EZB bereits mehrfach Geld in großen Mengen zur Verfügung gestellt. Doch die Engpässe am Geldmarkt sind offenbar noch nicht ausgestanden. Jetzt haben die Zentralbanker abermals 42 Milliarden Euro in den Markt gepumpt.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen anhaltender Engpässe am Geldmarkt den Geschäftsbanken erneut zusätzliche Milliarden zur Verfügung gestellt. Mit einem sogenannten Schnelltender wurden am Donnerstag 42,245 Milliarden Euro zugeteilt, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Der Durchschnittszins für das Geld lag bei 4,13 Prozent. Der Tender war am Morgen zu einem Mindestsatz von 4,00 Prozent ausgeschrieben worden.

Nach den Turbulenzen infolge der amerikanische Immobilienkrise hatte die EZB im August bereits vier Mal zusätzliche Milliarden in den Markt gepumpt, um Liquiditätsengpässen zwischen den Banken zu vermeiden. Wegen der Krise gewähren sich die Geschäftsbanken untereinander nicht im üblichen Maß Kredite, so dass die kurzfristigen Zinsen an den Geldmärkten klettern. Notenbanken weltweit sprangen deshalb ein.

Schwankungen haben sich wieder verschärft

Bereits am Mittwoch hatte die EZB mitgeteilt, aus ihrer Sicht habe sich die Lage am europäischen Geldmarkt - dem Handel zwischen den Banken - wegen starker Schwankungen wieder verschärft. Die Notenbank stehe bereit, zu geordneten Bedingungen am Euro-Geldmarkt beizutragen.

Am Donnerstag beriet die Europäische Zentralbank (EZB) auch über das Zinsniveau im Euro-Raum. Wegen der Turbulenzen an den Märkten rechneten die meisten Ökonomen damit, dass die Notenbank auf ihre ursprünglich geplante Zinserhöhung verzichten und den Leitzins bei 4,0 Prozent belassen wird. Die Entscheidung der EZB sollte am Nachmittag bekanntgegeben werden.

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Von Heike Göbel

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