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Geldpolitik Euro gewinnt an Attraktivität

24.01.2005 ·  Der Euro gewinnt unter Notenbanken als Devisenreserve an Gewicht. Eine Umfrage unter 65 Notenbanken zeigt, daß 70 Prozent ihr Engagement in Euro ausgebaut hat.

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Der Euro gewinnt unter Notenbanken als Devisenreserve an Gewicht. Das zeigt eine Umfrage der Fachzeitschrift "Central Banking" unter Reservemanagern von Notenbanken. Danach haben fast 70 Prozent der befragten 65 Notenbanken ihre Engagements in Euro in den vergangenen zwei Jahren vergrößert. Der starke Hang zum Euro steht im Gegensatz zu den Vorhersagen. Vor zwei Jahren erklärten nur 20 Prozent der Notenbanken, daß sie ihre Euro-Engagements erhöhen wollten.

Nach der Umfrage erfreut sich der Euro in Schwellen- oder Entwicklungsländern großen Zuspruchs, aber auch in europäischen Staaten außerhalb des Euro-Raums. In diesen Regionen ging der Zugewinn des Euro überwiegend zu Lasten des amerikanischen Dollar, der vor dem japanischen Yen die Verliererliste anführte. Auch das britische Pfund stieg in der Beliebtheit der Reservemanager. In einer Zusatzfrage erklärten 8 von 24 Notenbanken, daß sie in diesem Jahr den Dollar-Anteil an ihren Reservebeständen verringern wollten.

Zu 55 Prozent sind die Befragten der Meinung, die Geld- und Anleihemärkte im Euro-Raum seien für Manager von Währungsreserven ebenso attraktiv wie diejenigen der Vereinigten Staaten. Dies weist gleichfalls auf ein großes Interesse an Anlagen in Euro hin.

Die Notenbanken erwarten mehrheitlich einen Anstieg der internationalen Währungsreserven von rund 3,8 Billionen auf etwa 5 Billionen Dollar in vier Jahren.

Die Umfrage erscheint an diesem Montag in der Royal-Bank-of-Scotland-Studie "Reserve Management Trends 2005". Die befragten 65 Notenbanken kontrollieren Währungsreserven im Wert von 1,7 Billionen Dollar oder rund 45 Prozent der internationalen Reserven.

Quelle: pwe. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2005, Nr. 19 / Seite 13
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