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Geknackter Twitter-Account FBI ermittelt wegen Falschmeldungen über Explosionen

 ·  Explosionen im Weißen Haus - diese Meldung schickten Hacker über den Twitter-Account der Nachrichtenagentur AP. Jetzt sucht das FBI die Täter.

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© REUTERS Vergrößern Unversehrt: das Weiße Haus steht auch nach dem falschen Bomben-Tweet noch

Die amerikanische Bundespolizei FBI und die  Börsenaufsicht SEC sind in die Ermittlungen gegen die Hacker des Twitter-Accounts der Nachrichtenagentur AP eingestiegen. Am Dienstag hatten sich Computerknacker Zugang zum Twitter-Account der Nachrichtenagentur AP verschafft und mit einem Tweet über Explosionen im Weißen Haus die amerikanischen Börsen kurzzeitig auf Talfahrt geschickt.

Innerhalb von drei Minuten verlor der Leitindex S&P 500 nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters vorübergehend 136,5 Milliarden Dollar an Wert, erholte sich dann aber wieder. Ein Händler sprach von „Chaos pur“. Andere bezeichneten den Einbruch als Zeichen, wie sehr die modernen Medien inzwischen den Handel beeinflussten. Jeden Tag gibt es auf der ganzen Welt ungefähr 15 Milliarden Cyberattacken, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung gerade. Gerade der Kurznachrichtendienst Twitter ist nicht zum ersten Mal Opfer eines Angriffs geworden.

Zunächst war nicht klar, wer für den Cyberangriff verantwortlich war. Der falsche Tweet wurde um etwa 13 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit (19 Uhr MESZ) abgesetzt. Darin wurde von zwei Explosionen im Weißen Haus berichtet und dass Präsident Barack Obama verletzt sei. Ein AP-Sprecher sagte daraufhin, die Nachricht sei falsch. Ein Sprecher des Präsidialamtes erklärte, Obama sei wohlauf. AP teilte weiter mit, zuvor habe es Versuche gegeben, ins Firmennetzwerk einzudringen. Der Twitter-Account von AP wurde gesperrt. Ihm folgen fast zwei Millionen Menschen. Sprecher von Twitter und der amerikanischen Börsenaufsicht SEC lehnten Stellungnahmen zu dem Vorfall ab.

„Einfach zu hacken“

Devisenexperte Charles St-Arnaud vom Brokerhaus Nomura Securities berichtete von großer Verwirrung auf dem Börsenparkett. Während dieser Zeit hätten einige Händler ihre Positionen geschlossen. Bei solchen Nachrichten passiere immer wieder das Gleiche, sagte Dennis Dick von Bright Trading: „Die Hochfrequenz-Händler stornieren ihre Aufträge schon bei einem kleinen Tweet.“ Bill Baruch von iiTrader.com verwies auf die zunehmende Abhängigkeit von modernen Kommunikationsmitteln. „Diese Botschaften werden leicht missverstanden und sind einfach zu hacken“, sagte er. „Es ist nicht nur, dass die Leute damit falsche Informationen verbreiten können, sie können daraus auch Kapitel schlagen.“

Am Wochenende waren die Auftritte des amerikanischen Fernsehsenders CBS News in den Sozialen Medien angegriffen worden. In diesem Jahr sind auch die Twitter-Accounts von Chrysler und Burger King gehackt worden. Die SEC erlaubt Unternehmen seit April, auch wichtige Mitteilungen über Twitter oder Facebook zu verbreiten.

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