Der Volkswagenkonzern arbeitet offenbar daran, die Vorstandsgehälter zu deckeln und damit nicht mehr vollständig abhängig vom Geschäftserfolg des Unternehmens zu machen. Das berichtet das Handelsblatt. Demnach dürfte der Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende von Europas bedeutendstem Automobilunternehmen, im vergangenen Jahr rund 20 Millionen Euro verdient haben. Das wären noch einmal gut drei Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.
Grund für den Gehaltssprung ist der abermalige Absatzrekord, den Volkswagen im vergangenen Jahr erzielte. Erstmals und schneller als avisiert verkaufte das Unternehmen 9 Millionen Autos in einem Jahr.
„Nicht vermittelbar in der Öffentlichkeit“
Innerhalb des Konzern, aber auch auf Seiten des größten Anteilseigners Niedersachsen, gibt es nun offensichtlich die Sorge, dass die aus diesem Geschäftsergebnis folgenden Gehälter öffentlich nicht zu vermitteln sind und auch so einfach zu hoch seien. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, der auch dem Präsidium des Aufsichtsrats angehört, sagte: „Die bisherige Höhe der Vorstandsvergütung ist trotz des außerordentlichen Erfolgs von Volkswagen in der Öffentlichkeit anscheinend nicht vermittelbar.“
Dem Bericht zufolge will der Aufsichtsrat demnächst eine Lösung finden; Winterkorns Gehalt solle angeblich nicht über das letzte Jahresgehalt von 16,6 Millionen Euro steigen. Möglich sei beispielsweise, die Zielvereinbarungen mit dem Vorstand über Absatz und Profitabilität zu ändern. Mitte März stellt der Volkswagen-Konzern seine Bilanz für das vergangene Jahr vor.
Chef-Schmarotzer auf Kosten der Belegschaft
Norbert Regin (FAZ-Leser344)
- 19.01.2013, 14:14 Uhr
Managergehälter deckeln
Helmut Göppinger (elefant37)
- 18.01.2013, 16:46 Uhr
Vor nicht allzu langer Zeit, da haette VW.......
Amal Younis (amalyounis)
- 18.01.2013, 15:22 Uhr
An die Unzufriedenen, die keine 20 Mio. Euro im Jahr verdienen:
Lothar Wölfel (LWoelfel)
- 18.01.2013, 14:22 Uhr
Nicht vermittelbar
Jean-Paul van de Mortyr (Regeny)
- 18.01.2013, 14:13 Uhr
