http://www.faz.net/-gqe-75u21

Gehaltsgrenze bei Volkswagen : VW-Chef Winterkorn verdient 20 Millionen Euro

  • Aktualisiert am

Martin Winterkorn Bild: dpa

Weil das Geschäft so gut läuft, dürfte der Vorstandsvorsitzende des bedeutendsten europäischen Autobauers im vergangenen Jahr 20 Millionen Euro verdient haben. Zuviel, findet das Unternehmen selbst - und will die Gehaltsregeln ändern.

          Der Volkswagenkonzern arbeitet offenbar daran, die Vorstandsgehälter zu deckeln und damit nicht mehr vollständig abhängig vom Geschäftserfolg des Unternehmens zu machen. Das berichtet das Handelsblatt. Demnach dürfte der Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende von Europas bedeutendstem Automobilunternehmen, im vergangenen Jahr rund 20 Millionen Euro verdient haben. Das wären noch einmal gut drei Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

          Grund für den Gehaltssprung ist der abermalige Absatzrekord, den Volkswagen im vergangenen Jahr erzielte. Erstmals und schneller als avisiert verkaufte das Unternehmen 9 Millionen Autos in einem Jahr.

          „Nicht vermittelbar in der Öffentlichkeit“

          Innerhalb des Konzern, aber auch auf Seiten des größten Anteilseigners Niedersachsen, gibt es nun offensichtlich die Sorge, dass die aus diesem Geschäftsergebnis folgenden Gehälter öffentlich nicht zu vermitteln sind und auch so einfach zu hoch seien. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, der auch dem Präsidium des Aufsichtsrats angehört, sagte: „Die bisherige Höhe der Vorstandsvergütung ist trotz des außerordentlichen Erfolgs von Volkswagen in der Öffentlichkeit anscheinend nicht vermittelbar.“

          Dem Bericht zufolge will der Aufsichtsrat demnächst eine Lösung finden; Winterkorns Gehalt solle angeblich nicht über das letzte Jahresgehalt von 16,6 Millionen Euro steigen. Möglich sei beispielsweise, die Zielvereinbarungen mit dem Vorstand über Absatz und Profitabilität zu ändern. Mitte März stellt der Volkswagen-Konzern seine Bilanz für das vergangene Jahr vor.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Eine Bühne, 5 Präsidenten Video-Seite öffnen

          Vereinigte Staaten : Eine Bühne, 5 Präsidenten

          Barack Obama, George W. Bush, dessen Vater George, Bill Clinton und Jimmy Carter waren in College Station in Texas zusammengekommen, um gemeinsam mit Künstlern Geld zu sammeln. Damit soll den Opfern geholfen werden, die durch die verheerenden Stürme der letzten Monate geschädigt wurden, 31 Millionen US-Dollar kamen zusammen.

          Topmeldungen

          Telekom-Aktien verkaufen, um den Breitbandausbau zu finanzieren? Das fordern zumindest FDP und Grüne.

          Jamaika sucht Geldquellen : Verkauft der Bund die Telekom-Aktien?

          Um neue Ausgaben und Steuersenkungen zu finanzieren, suchen Politiker einer künftigen Jamaika-Koalition nach Geldquellen. Alleine mit Telekom- und Post-Anteilen ließen sich Milliarden generieren.

          Brexit-Verhandlungen : Ohne Qualen geht es nicht

          Theresa May flehte diese Woche in Berlin, Paris und Brüssel um Hilfe bei den Brexit-Verhandlungen. Die Europäer blieben hart. Aber sie gaben sich Mühe, nett zu sein.
          Für mehr Recht und Ordnung im eigenen Land: Macron will härter gegen kriminelle Ausländer vorgehen.

          Macrons Abschiebekurs : Mit harter Hand

          Der brutale Mord an zwei jungen Frauen durch einen illegalen Einwanderer erschüttert Frankreich. Nun plant Präsident Macron konsequenter bei der Abschiebung krimineller Ausländer durchzugreifen. Doch die Umsetzung gestaltet sich schwerer als gedacht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.