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Fußballstars als Werbefiguren Sky vermarktet Mesut Özil

 ·  Die Vermarktungsfirma Sky Media Network sucht in Zukunft nach Sponsoren und Werbepartnern für Mesut Özil. Damit geht nicht nur er einen neuen Weg: Für die Tochterfirma des Bezahlsenders ist der Fußball-Nationalspieler ihr erster externer Mandant.

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© dpa Hofft durch seine Zusammenarbeit mit Sky auf neue Werbepartner: Fußball-Nationalspieler Mesut Özil

Fußballer, noch dazu Nationalspieler, sollten sich vor Werbeverträgen nicht retten können, sollte man meinen. Bastian Schweinsteiger wirbt für Chips und Deodorants, Thomas Müller für eine Molkerei und Bundestrainer Joachim Löw für Hautcreme. Doch ganz so einfach ist es nicht, Stars bei größeren Unternehmen als Werbefiguren unter Vertrag zu bringen.

Während der Fußball-Europameisterschaft etwa beklagte sich der Vater und Manager von Mesut Özil darüber, dass ein Autohersteller lediglich 200.000 Euro für einen Sponsorenvertrag geboten hatte, während Mesuts Vereinskollege bei Real Madrid, der Franzose Karim Benzema, einen sehr lukrativen Vertrag mit Hyundai abschloss.

Vater Mustafa geht einen neuen Weg

Nun geht Mesut Özils Vater Mustafa einen anderen, neuen Weg. Statt eine klassische Sportvermarktungsagentur zu beauftragen, wird künftig die Vermarktungsfirma Sky Media Network Ausschau nach geeigneten Sponsoren und Werbepartnern für seinen Sohn halten. Der deutsche Nationalspieler mit türkischen Wurzeln ist der erste externe Mandant der Sky-Tochtergesellschaft, die bislang nur die eigenen Fernsehmoderatoren vermarktet.

Dass Özils Wahl auf den Werbevermarkter eines Bezahlsenders fiel, dessen Haupteinnahmequelle weniger die Werbeeinnahmen denn die Abonnementsgebühren seiner Zuschauer ist, ist ungewöhnlich. Sky-Vorstand Carsten Schmidt hält dagegen: „Als Sportvermarkter verfügen wir über ein Netzwerk von 300 Kundenbeziehungen in Deutschland und internationale Kontakte über unseren Gesellschafter News Corp. Die wollen wir nun aktivieren.“

Die Sky Media Network wird als Schnittstelle zwischen Profisport und Werbemarkt um Özil herum den neuen Geschäftsbereich F4B gründen. F4B steht für „Faces for Brands“ und soll sich Schmidt zufolge allein um die Vermarktung von Sportstars und Schauspielern kümmern.

Neben dem Verkauf von Werbezeiten könnte es das zweite Standbein von Sky Media Network werden. Die Verantwortung für den jungen Geschäftsbereich übernimmt Matthias Trott, ein gelernter Journalist, der auch schon für den Sportvermarkter Sirius Sport Media gearbeitet hat.

Noch ist offen, für wen Mesut Özil bald Werbung macht. Sky-Vorstand Schmidt will fünf bis sechs Werbepartner finden. Dass der Ausnahmefußballer eines Tages Werbefigur des Bezahlsenders wird, ist zumindest nicht ausgeschlossen.

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Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondent in München.

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