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Fußball-WM „Deutschlands offizielles Bier“

Die deutsche Nationalmannschaft wird 2010 an der Fußball-WM teilnehmen, und auch Hasseröder ist bei den deutschen Spielen dabei. Sein Mutterkonzern Anheuser-Busch/InBev, weltgrößter Brauer, ist offizieller Sponsor. Kaum eine andere Biermarke in Europa kann mit der Entwicklung der Ost-Marke mithalten.

© ddp Vergrößern Hasseröder ist in Südafrika mit dabei

Die deutsche Nationalmannschaft wird im kommenden Jahr bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika spielen, und das Hasseröder-Pils aus Wernigerode ist dabei „Deutschlands offizielles Bier“. Der Mutterkonzern Anheuser-Busch/InBev, der Welt größter Brauer, ist bei der WM für seine Branche offizieller Sponsor. Wegen des Urheberstreits um seine Marke Budweiser entschied der Konzern indes nun, seine deutschen Sponsorenrechte auf Hasseröder zu übertragen, das so bei deutschen Spielen an Banden in WM-Stadien sichtbar sein wird.

Robert von Lucius Folgen:  

Geplant sind eine Fernsehkampagne rund um den Fußball, die Anfang kommenden Jahres anlaufen soll, Kastenzugaben und Sonderverpackungen, bedruckte T-Shirts und Kartenverlosungen.

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Neben Beck's wichtigste deutsche Konzernmarke

Mit der Werbung als „Deutschlands WM-Bier“ kehrt Hasseröder, mittlerweile eine der umsatzträchtigsten deutschen Biermarken, zurück an seinen Beginn kurz nach der deutschen Einigung. 1993, als die Brauerei noch ans Aufgeben dachte und ostdeutsche Produkte kaum beachtet wurden, warb sie beim Uefa-Pokalendspiel in Turin mit Bandenwerbung - mit den Reaktionen wurde der Stolz ostdeutscher Verbraucher geweckt.

WM-Qualifikation - Russland - Deutschland © dpa Vergrößern Das Ticket nach Südafrika ist gelöst

Daraufhin setzte die Brauerei auf Fußballkämpfe, bei denen David gegen Goliath spielte und bisweilen auch gewann, und später auf Motorsport, Boxen und Handball. Im Ostharz profitiert fast jeder Sportverein von der Werbung mit dem balzenden Auerhahn mit gespreiztem Gefieder als Wappen und dem Biernamen in Fraktur. Aufmerksamkeit und Sympathiewerte halfen - mittlerweile ist „Hasseröder Premium-Pils“ neben Beck die wichtigste deutsche Marke im Konzern.

Rasanter Erfolg einer Ost-Marke

Die Hasseröder Brauerei GmbH wurde 1991 Teil der hannoverschen Gilde-Gruppe, und diese wiederum 2003 vom belgischen Interbrew übernommen. Die Braustätte mit 320 Mitarbeitern ist nicht nur die erfolgreichste ostdeutsche Brauerei mit einem deutschen Marktanteil von 15,5 Prozent beim Premium-Pils, sondern zählt auch zu den effektivsten Braustätten des Weltkonzerns.

Im Jahr 2008 konnte sie 32 (im Vorjahr 23) Millionen Euro an die Muttergesellschaft abführen, mehr als ein Drittel des Jahresumsatzes von 91 (78) Millionen Euro; vor zehn Jahren lag der Umsatz noch bei 13 Millionen Euro. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes steigen der Ausstoß - 2,6 Millionen Hektoliter im Vorjahr, 120 000 Hektoliter waren es 1991 - und der Absatz beständig, ein dem Rotkäppchen-Sekt vergleichbarer Erfolg einer Ost-Marke. Möglicherweise keine andere Biermarke in Europa, heißt es in der Branche, habe sich so rapide entwickelt.

Quelle: F.A.Z.

 
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