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Fusionsgespräche : Amerikaner planen größte Fluggesellschaft der Welt

American Airlines könnte sich durch die Fusion mit US Airways aus der Insolvenz befreien Bild: AFP

Auf dem Luftfahrtmarkt bahnt sich eine Mega-Fusion an. Einem Bericht zufolge befinden sich American Airlines und US Airways in fortgeschrittenen Gesprächen. American könnte sich damit aus der Insolvenz befreien.

          Im amerikanischen Fluggeschäft zeichnet sich ein weiterer Konzentrationsschub ab. AMR Corp., der Mutterkonzern von American Airlines, und der Konkurrent US Airways sprechen offenbar über einen Zusammenschluss. Dadurch würde der größte Anbieter der Welt entstehen. Spätestens in zwei Wochen sollten Details zu der Transaktion feststehen, berichtete das „Wall Street Journal“ und berief sich dabei auf mit dem Vorgang vertraute Kreise.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Von dem Zusammenschluss könnte vor allem American Airlines profitieren und sich aus der Insolvenz befreien. 2011 hatte der Mutterkonzern AMR Insolvenz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts angemeldet. Den letzten Anstoß für das Vorantrieben der Fusionspläne haben daher wohl die Gläubiger des Konzerns gegeben. Dem Bericht zufolge soll die Fusion rein über Aktien finanziert werden.

          Uneinigkeit bestehe noch über die Aufteilung der Anteile am zusammengeschlossenen Unternehmen. Auch über die Verteilung von Posten im Management und im Verwaltungsrat liefen noch Gespräche der Vorstandsvorsitzenden von AMR UND US Airways, Tom Hurton und Doug Parker. So detailliert die Fusionspläne sind, aus informierten Kreisen verlautet auch, dass wegen der offenen Punkte ein Scheitern des Zusammenschlusses noch möglich sei.

          Zuletzt hatte American Airlines stark auf seine Eigenständigkeit gepocht. Erst im Januar hatte die Gesellschaft ein neues Unternehmenslogo und eine neue Flugzeuglackierung vorgestellt. Im vergangenen Jahr hatte die Nummer drei der amerikanischen Luftfahrtgesellschaften einen Rekordumsatz von 24,9 Milliarden Dollar eingeflogen. Wegen der Sanierungskosten blieb unter dem Strich aber ein Fehlbetrag von 1,9 Milliarden Dollar.

          Zu welchem Vielfliegerbündnis gehören die Fusionspartner?

          Insgesamt beförderte der AMR-Konzern 2012 fast 108 Millionen Passagiere. US Airways, mit 52 Millionen Passagieren die Nummer fünf, hat die Phase finanzieller Schwierigkeiten bereits hinter sich. 2005 kam das Unternehmen durch eine Fusion mit American West aus der Insolvenz. Für 2012 meldete der Konzern ein Rekordergebnis von 537 Millionen Dollar, der Umsatz erreichte knapp 9 Milliarden Dollar.

          Der mögliche Zusammenschluss wirft auch die Frage auf, welchem Vielfliegerbündnis das fusionierte Unternehmen angehören könnte. American Airlines ist Mitglied der Oneworld-Allianz um British Airways, der auch die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin angehört. US Airways ist hingegen der Star Alliance um die Deutsche Lufthansa angeschlossen.

          Quelle: FAZ.NET

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