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F.A.Z. exklusiv : Fusion von Karstadt und Kaufhof wird genehmigt

In Düsseldorf liegen sich die Filialen von Karstadt und Kaufhof direkt gegenüber. Bild: dpa

Das Bundeskartellamt müsse lange prüfen, ob die Fusion der beiden Warenhausketten wettbewerbskonform sei, hieß es. Nun ging es doch ganz schnell: Nach Informationen der F.A.Z. wird die Behörde die Fusion schon an diesem Freitag genehmigen.

          Die geplante Fusion der beiden Warenhausunternehmen Karstadt und Galeria Kaufhof ist ohne Auflagen in trockenen Tüchern. Nach Informationen der F.A.Z. aus Unternehmenskreisen wird das Bundeskartellamt in Bonn seine Freigabe am Freitag erteilen. Anders als bisher erwartet, werde es keine zweite, vertiefende Prüfungsphase geben. Der österreichische Investor und Karstadt-Eigentümer René Benko, der in den zurückliegenden Jahren gleich mehrere Anläufe für das Modell der Deutschen Warenhaus AG genommen hat, wäre damit am Ziel.

          Brigitte Koch

          Wirtschaftskorrespondentin in Düsseldorf.

          Das geplante Zusammengehen war vor einem Monat bei der Wettbewerbsbehörde angemeldet worden. Am Freitag läuft die gesetzlich vorgesehene Frist für die erste Prüfungsphase ab. Bei der Wettbewerbsbehörde war am Donnerstag zunächst keine offizielle Stellungnahme zu erhalten.

          Das Bundeskartellamt hatte zuvor angekündigt, den Fall intensiv zu durchleuchten. Es seien viele Produktkategorien genau anzuschauen, auch müssten die Verhältnisse auf den jeweiligen regionalen Märkten untersucht werden, hatte Kartellamtspräsident Andreas Mundt im Sommer der F.A.Z. gesagt. Nun scheint es doch schneller gegangen zu sein. Offenbar hatten die Unternehmen sehr ausführliche Unterlagen und Dokumente beigebracht, um wenig Raum für Rückfragen und weitere Verzögerungen zu lassen.

          Mit dem Closing, also dem formalen Abschluss der Transaktion, rechnen Kenner der Unterehmen Ende November. Für beide Unternehmen bedeutet das, dass der Zusammenschluss nun doch noch vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft vollzogen werden kann. Das dürfte vor allem für die mit hohen Verlusten und einer sehr dünnen Kapitaldecke kämpfende Kölner Galeria-Kaufhof-Gruppe eine gute Botschaft sein.

          Die geplante Struktur der Holding

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