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Fujitsu Siemens vor Ausstieg aus dem Computergeschäft

01.11.2008 ·  Siemens steht nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung kurz vor dem Ausstieg aus dem Computergeschäft. Die Verhandlungen über eine Trennung des Gemeinschaftsunternehmens Fujitsu-Siemens stehen kurz vor dem Abschluss.

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Siemens steht nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung kurz vor dem Ausstieg aus dem Computergeschäft. Wie zu hören ist, befinden sich die Verhandlungen über eine Trennung des Gemeinschaftsunternehmens Fujitsu-Siemens auf der Zielgeraden. Demnach übernimmt der japanische Partner die Anteile der Deutschen. Fujitsu werde dafür rund 350 bis 400 Millionen Euro zahlen.

„Die Gespräche schreiten voran, aber es gibt noch keine Einigung“, sagte ein Fujitsu-Sprecher. Noch werde über Details verhandelt. Auch Siemens wollte die Vorgänge nicht kommentieren. Vorstandschef Peter Löscher hatte jedoch zuvor schon mehrfach seine Unzufriedenheit mit den Renditen des Computerherstellers geäußert. Der Münchener Konzern will sich in Zukunft auf die drei Felder Industrie, Energie und Medizintechnik konzentrieren.

Joint-Venture-Vertrag läuft im September 2009 aus

Fujitsu Siemens ist Europas größter Computerhersteller. Der Joint-Venture-Vertrag läuft im September 2009 aus und musste ein Jahr vorher gekündigt werden, um nicht automatisch verlängert zu werden. Der Preis galt lange als Knackpunkt in den Gesprächen. Der Firmenwert war auf eine Milliarde Euro geschätzt worden.

Fujitsu erwägt offenbar, die PC-Sparte von Fujitsu Siemens anschließend an den chinesischen Rivalen Lenovo weiterzureichen, der bereits das PC-Geschäft von IBM übernommen hatte. Die Japaner setzen mehr auf IT-Dienstleistungen und Mobiltelefone. Die Nachrichtenagentur Reuters schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, die Gespräche mit Lenovo dauerten an. Derzeit gehe es um Personaleinsparungen und Gespräche mit den Gewerkschaften bei Fujitsu Siemens.

Das Unternehmen beschäftigt 10.500 Mitarbeiter, davon 6200 in Deutschland. Vor zwei Jahren war vereinbart worden, die Zahl der Mitarbeiter im Inland bis März 2010 stabil zu halten, in der Produktion in Augsburg und im thüringischen Sömmerda sogar bis 2012.

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