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Früherer Arconic-Chef : Kleinfelds letztes Wort

Der Chef von Elliott hatte Klaus Kleinfeld unter Druck gesetzt, nach allen fiesen Regeln seiner Kunst. Die Folge war ein Brief, ein verschriftlichter unfassbarer Aussetzer. Aber auch: ein echter Kleinfeld.

          Was um Himmels Willen hat Klaus Kleinfeld da geritten? Der Brief, den der einstige Siemens-Chef an den Großaktionär seines Arbeitgebers Arconic geschrieben hat, ist ein Unding.

          Er steht in einer Kette von Aussetzern, mit denen der Manager immer wieder seinen Ruf ramponierte. Schlechtes Urteilsvermögen, das gab es schon, als das Handy eines Journalisten durch Kleinfelds Hand im Wasserglas landete oder als die Rolex auf dem Siemens-Foto glänzte und dann wegretuschiert wurde. Alte Kamellen, gewiss. Aber auch: Kleinfeld, so impulsiv wie man ihn kennt. Er ist ein Manager, der nicht in Schubladen passt, der als Bremer Urlaub auch mal in Cuxhaven macht – und doch weltgewandt ist, vernetzt, belesen, politisch interessiert, aber nicht immer politisch korrekt.

          Unter Druck blieb er der Junge aus einfachen Verhältnissen, der sich hochgeboxt hat. Und der Chef von Elliott hat ihn unter Druck gesetzt, nach allen fiesen Regeln seiner Kunst, ohne Kleinfeld jemals ins Auge geschaut zu haben. Die Folge ist ein unfassbarer Aussetzer: Kleinfeld wird das nun wohl ebenso sehen. Aber er wird auch stolz sein, das letzte Wort gehabt zu haben. Koste es, was es wolle: ein echter Kleinfeld.

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