http://www.faz.net/-gqe-8n830

F.A.Z.-exklusiv : Ex-BND-Chef Schindler wird Unternehmensberater

Gerhard Schindler Bild: Catrin Schmitt

Gerhard Schindler war bis Juli Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Künftig berät er Unternehmen in Sicherheitsfragen.

          Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes Gerhard Schindler berät künftig Unternehmen in Sicherheitsfragen. Er arbeitet ab sofort für die Beratungsgesellschaft „Friedrich 30“, sagte er der F.A.Z. Das kleine Beratungsunternehmen mit Sitz in Berlin und Mainz analysiert für Mittelständler und Großkonzerne die Krisen- und Bedrohungsszenarien der kommenden Jahrzehnte.  Dabei geht es geht um Spähangriffe und Sabotage von Industrieanlagen. Aber auch um mögliche terroristische Anschläge auf kritische Infrastrukturen wie das Stromnetz oder den Ausfall des Internets. Was passiert wenn Satelliten ausfallen? Wie anfällig sind Lieferketten?

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Schindler musste Ende Juni vorzeitig seinen Posten beim Bundesnachrichtendienst räumen. Sein Nachfolger Bruno Kahl gilt als enger Vertrauter von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Schindler hatte den Chefposten beim BND im Jahr 2012 übernommen, seine Amtszeit war geprägt vom Kampf gegen den islamistischen Terrorismus und von der NSA-Affäre, die im Zuge der Enthüllungen Edward Snowdens ins Rollen kam.

          Schindler ist nicht der erste BND-Präsident, der nach seiner Amtszeit in die Privatwirtschaft wechselt. Sein Vorgänger Ernst Uhrlau berät seit Jahren die Deutsche Bank. Anders als neuerdings für Politiker gelten für politische Beamte keine Abkühlphasen bei einem Wechsel in die Privatwirtschaft. Über seine neue Tätigkeit hat Schindler das Kanzleramt informiert.

          Topmeldungen

          Mesut Özil verabschiedet sich mit einem Rundumschlag aus der Nationalmannschaft

          Rücktritt von Mesut Özil : Abrechnung in drei Akten

          Der Rücktritt von Mesut Özil und viel mehr noch seine Begründung sind ein fatales Zeichen, für den deutschen Fußball, für die deutsche Gesellschaft. In vielem ist der Weltmeister von 2014 jedoch über das Ziel hinausgeschossen. Ein Kommentar.

          Weißhelme in Syrien : Die schwierige Rettung der Retter

          In einer spektakulären Aktion wurden mehrere hundert „Weißhelme“ aus Syrien gebracht. Die Zeit zur Rettung der Zivilschützer war knapp geworden. Acht von ihnen werden mit ihren Familien nach Deutschland kommen.

          Steve Bannon : Ein Schurke für Europa

          Der einstige Chefstratege von Donald Trump, Steve Bannon, will die Nationalisten des alten Kontinents vereinen. Sein Ziel scheint klar: Die Zerstörung der EU.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.