23.07.2012 · Die deutsche Autoindustrie verdient prächtig. Trotzdem lässt sie sich Forschung und Erprobung neuer Elektrofahrzeuge vom Steuerzahler bezuschussen.
Von Christoph Ruhkamp und Henning Peitsmeier, Frankfurt und MünchenRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Elektroautos sind aufgrund der unzureichenden Batterietechnik nur
für den städtischen Verkehr geeignet. Aber aus
öko/klima-ideologischen Gründen soll dieses Nischenprodukt als
Allheilmittel verkauft werden.
Klar, daß alle Autohersteller versuchen, wenigstens möglichst
viel Geld aus den Fördertöpfen zu ergattern, um das aus
political correctness und dem Grün-Image (und den nächsten
Machthabern zuliebe?) benötigte Elektro-Auto, das niemand will, auf
die Beine zu stellen.
Als Zweitauto für Kurzstreckenverkehr, besonders stop and go, in
Ballungsräumen durchaus sinnvoll, versagt dieses Mangelwesen schon
bei den einfachsten Überland-Transportaufgaben.
Realismus ist angesagt. Man darf hier nicht Milliarden verbrennen, die
dem Bürger und Steuerzahler gehören.
"nur für den städtischen Verkehr geeignet"
Danke, Herr Richter, für Ihre klare Ansage! Trotzdem ein Einwand: Elektroautos seien "für den städtischen Verkehr geeignet" - das hört man oft, und es scheint eine Art Konsens zwischen den Anbetern und den meisten Kritikern dieses Produktes zu sein. Aber selbst diese Aussage muß verworfen werden. Die meisten Einwohner größerer Städte haben nämlich gar keinen festen Parkplatz, und selbst wenn sie einen haben, ist der meist nicht vor fremdem Zugriff geschützt. Ein Elektroauto müßte aber - um überhaupt betriebsbereit zu bleiben, jeden Tag viele Stunden an einer Ladestation angeschlossen sein, mit einem speziellen Hochleistungskabel mit speziellen Steckern. Diese Stationen bzw. Anschlußsäulen gibt es aber nirgendwo. Um sie aufzubauen, müßten in der gesamten Republik sämtliche Straßen oder Bürgersteige aufgerissen werden, um neue Kabel zu versehen und überall Anschlußsäulen zu errichten. Das allein würde Hunderte von Milliarden Euro kosten - wenn nicht mehr. Es ist einfach QUATSCH !
"Jedes Unternehmen versucht, möglichst viel von den Geldern abzubekommen"
Genau das ist es - das Geheimnis der Begeisterung der deutschen Autobauer für die "Elektromobilität". Jeder regelmäßige Autofahrer weiß inzwischen, daß das "Wort "Elektro" in Verbindung mit dem fahrbahren Untersatz "Immobilität" bedeutet - einen drastischen Rückschritt hinsichtlich Flexibilität, Komfort und Sicherheit z.B. gegenüber einem modernen Dieselfahrzeug. Deshalb geht es auch gar nicht um die Kunden. Es geht um den Kuchen - den nämlich, den ideologiegetriebene Politiker spendiert haben. Damit können sie die Industrie kaufen, damit sie in ihren Propagandachor einstimmt, und den Bürgern können sie es dann in Form von steigenden Steuern in Rechnung stellen.
Kann die Aufregung beim besten Willen nicht verstehen.
Es geht hier um Forschungsförderung. Diese macht Sinn, da Forschung
wichtig ist, aber man nicht immer absehen kann, ob die Ergebnisse den
Aufwand wieder einspielen können.
Forschungsförderung gibt es für Unternehmen und Hochschulen.
Wer hier das Ende dieser "Subventionen" fordert, will dem
Bildungsstandort Deutschland schaden.
Eine Unterscheidung zwischen Hochschulen und Unternehmen macht hier
keinen Sinn, da diese häufig sehr eng bei Forschungsprojekten zusammenarbeiten.
Wer gefördert wird, das richtet sich nach Innovationskraft und
Verwertbarkeit des Projekts. Es ist nicht relevant, ob der
Geförderte arm ist oder nicht. Und das ist auch richtig so, gutes
Wirtschaften sollte nicht bestraft werden - das ist im Gegensatz zur
Gleichmacherei marktwirtschaftlich.
Es gibt übrigens beim BMBF einen Förderkatalog, wo alle
geförderten Projekte mit Laufzeit, Fördersumme und
Zuwendungsempfänger eingetragen sind. Auch online. Soviel zum Thema
mangelnde Transparenz.
sind immer falsch, denn sie fördern Projekte, die der Steuerzahler nicht freiwillig bezahlen würde, weil er sie nicht braucht oder weil sie ihm im Verhältnis zum Nutzen zu teuer sind. - Beim Elektroauto sind sie besonders falsch, weil hier eine technische Sackgasse finanziert wird. E-Autos sind wegen ihres hohen Gewichts und ihrer Kosten physikalisch und ökonomisch nicht konkurrenzfähig. Und solange der Strom für sie nicht aus umweltfreundlicher Erzeugung stammt, bringen sie auch für die Umwelt nichts. Aber die veröffentlichte Meinung hebt ihr Image in den Himmel, so dass die Autokonzerne wider besseres Wissen auf diesen Zug aufspringen - und sich die Imagepflege kräftig subventionieren lassen. Wie war das noch - gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens. Scheint wahr zu sein.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.07.2012 18:23 Uhr"Strom aus umweltfreundlicher Erzeugung"
Schon das Wort "Umwelt" ist begrifflicher Unsinn und dient nur
dazu, die Bevölkerung auf ideologische Konzepte festzulegen. Wer
gewohnt ist, scharf nachzudenken und sich nicht vor irgendeinen
Agit-Prop-Karren spannen zu lassen, sollte Begriffe wie
"Umwelt", "Nachhaltigkeit", "Klimaschutz",
"biologischer Anbau" vermeiden.
Was ist "Umwelt"? Und wie ist man zur "Umwelt"
freundlich? Würde man den Begriff durch "Natur" ersetzen
und dann "Natur" durch "Tiere und Pflanzen",
würde man zum Beispiel rasch lernen, daß Kohlekraftwerke
Pflanzennahrung ausstoßen. Windmühlen schreddern Vögel
und Fledermäuse und erhöhen dadurch das Nahrungsangebot von
Kleinraubtieren, die dann die Kadaver fressen. Vieles hat zwei Seiten.
Es sind allein die Hohenpriester in grün, die alles ganz genau
wissen. Sie lieben es, wenn wir ihre Terminologie benutzen, denn dann
unterwerfen wir uns auch ihren Denkweisen.
..werden vom deutschen Steuerzahler subventioniert,...
...der dann zur zusätzlichen Strafe auch noch die Geräte zu
völlig überteuerten Preise kaufen muss. Das ist ja schon mit
normalen Autos Praxis, die im Ausland meist wesentlich billiger sind,
als hierzulande.
Ausgerechnet die reichsten deutschen Firmen bekommen Subventionen.
Ich verlange von der Politik die Abschaffung ALLER Subventionen und
RADIKALSTE Vereinfachung des Steuerrechts.
Der Zeitpunkt war eigentlich nie günstiger.
Kein Geld für die Erfahrungsträger
Leider nicht ein Euro Fördergeld für mich als Betreiber einer
seit 1998 privat finanzierten Infoseite zu Elektrofahrzeugen und
zeitweise des größten deutschsprachigen Forums zu
Elektrofahrzeugen. - privat und zu klein -
Leute die sich bereits 20 Jahre mit Elektrofahrzeugen befassen und
diese er-fahren wurden nicht gefragt nach ihren Erfahrungen. Stattdesen
werden viele Dinge mit Fördergeld neu erfunden. Wenn man sieht dass
Themen wie die Position des Ladeanschlusspunktes am Fahrzeug wieder neu
"erforscht" werden, tuts einem leid ums Steuergeld.
Ralf Wagner
Subventionen abschaffen, Steuersystem vereinfachen, radikal.
Wer dann wirklich Hilfe braucht, damit ist nicht das Abkassieren von Subventionen gemeint, weil sie einem hinten rein geblasen werden, der kann in sehr gut begründeten Fällen auch Geld bekommen. So verroht wie viele deutsche Berufspolitiker sind die normalen Steuerzahler nämlich nicht.
Nicht verwunderlich, dass die Superreichen auch noch mit Steuergeldern gemästet werden. Ein kleines Unternehmen bekäme sicher keine solchen Beträge, selbst wenn es gute Ideen hätte. Vermutlich wird manches wieder in Form von Parteispenden zurückfließen, denn der Volksmund weiß doch, dass derjenige gut fährt, der gut schmiert - siehe die Finanzwirtschaft.
Und das ist nur die Spitze des Eisbergs der Subventionen - Lobbyismus
macht es möglich, nur der Steuerzahler hat keine Lobby.
Die Forderung von Herrn Zinser finde ich gut, alle Subventionen mit
Höhe, Empfänger und Begründung im Internet
veröffentlichen. Schließlich ist es unser Geld, da kann man
doch wohl ein kleines Recht ableiten zu erfahren, wer unser Geld bekommt.
Solange das nicht stattfindet, spielen Politiker und Beamte mit unserem
Geld Weihnachtsmann. Da bekommt auch der die größten
Geschenke, der besonders brav war/ist.
Typisch deutsche Schizophrenie-Politik
Die Vermögenden werden sich verständlicherweise kein Elektroauto kaufen. Und Otto Normalverbraucher wird sich auch keines kaufen, weil er bei unseren Strompreisen sein Auto nicht an die Steckdose hängen kann ohne seinen wirtschaftlichen Ruin herbeizuführen. Die CDU kann der Stromgerechtigkeitsdebatte nicht davon laufen; sie wird kommen und einmal mehr beweisen, daß es letztlich wieder einmal der kleine, wehrlose Bürger ist, der den Preis für die politische, undurchdachte Experimentierfreude unserer Politiker zu tragen hat.
Wer ist jetzt schuld - Deutschland, dass durch Subventionen immer mehr den freien Markt ausschaltet oder die Unternehmen, die das scheinbar kostenlose Geld von der Strasse aufsammeln, bevor es jemand anders tut? Nur der Verlierer steht fest: Subventionen verdraengen den freien Markt und verlagern das unternehmerische Risiko auf den Steuerzahler.
Wer hat diese Gelder genehmigt ? - Name und Gesetzesgrundlage, Offenlegung
Die Autohersteller wären ja dumm wenn diese innovativ
voranpreschen. Es scheint viel sinnvoller mit Entwicklungen hinter dem
Busch zu halten und herumzujammern.
Andererseits, dieser Schuss kann auch nach hinten losgehen. Habe mir
einen vollelektrischen Renault gekauft. Die Batterie des
vollelektrischen Nissan Leaf ist in 30 Minute wieder zu 80% geladen (FAZ
Technik und Motor). In einer Kaffepause !
Die deutsche Autoindustrie wird von mir, wenn es sich irgendwie
vermeiden lässt, die nächsten Jahre nicht mehr mit einem
Neuwagen unterstützt.
Solange wir Leute wie Anette Schavan in den, für Technische
Innvationen zuständigen, Ministerien haben kann da nichts
taugliches herauskommen.
Alle Subventionen gehören in einem zentralen Register im Detail
offengelegt. Mit einer Gesetzesänderung ginge das auch bei den
Agrarsubventionen (als Antwort auf den Beschluss eines EU Gerichtes
diese Zahlen nicht mehr offenzulegen).
Auch wäre es schön zu sehen wie viele Steuern die Unternehmen bezahlen
"Die Batterie des vollelektrischen Nissan Leaf ist in 30 Minute wieder zu 80% geladen"
Vielleicht bei fabrikneuer Batterie - ich bin mir aber nicht sicher, ob
dass nach einem halben Jahr, geschweige denn nach 3-4 Jahren immer noch
so ist, um es diplomatisch auszudrücken. Wenn dieses
Verschleißteil dann bei Erneuerung so viel kostet wie ein neuer
Verbrennungsmotor eines Kleinwagens, der ein Autoleben lang hält,
bekomme ich da meine Zweifel. Von der "ökologischen"
Entsorgung und Herstellung ganz zu schweigen.
Subventionsparadies Deutschland
Ohne Subventionen der Steuerzahler läuft nichts mehr, egal ob es sich um eine Autofirma oder ein Opernhaus handelt. Das ist eine Gefahr, denn selbst der Leiter einer Pleitefirma der Solarindustrie gestand nach dem Bankrott ein, dass man sich zu sehr "an die Subventionen gewöhnt hatte".
Neu ist das Thema eigentlich nicht, nur die jeweilige Ausrichtung
wechselt: Für den G-Lader mußte VW in den 80-ern neue
Werkzeugmaschinen entwickeln, was sie sich mit reichlich staatlichen
Fördergeldern subventionieren ließen. Damit diese sensible
Technik nicht in falsche Hände geraten konnte, wurde sie
natürlich patentiert - von und für VW....
Manche Aussagen sollte man regelmäßig wiederholen (...ceterum censeo...)
| Name | Kurs | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |