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Ford erwägt Verkauf Wird Volvo bald zur chinesischen Marke?

09.12.2008 ·  Der amerikanische Autobauer Ford hat vor geraumer Zeit angekündigt, seine Tochter Volvo verkaufen zu wollen. Jetzt könnten sich die Pläne rasch konkretisieren: Gerüchten zufolge befindet sich Ford in entsprechenden Gesprächen mit seinem chinesischen Partner Changan Automobile.

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Ford erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf seiner schwedischen Tochter Volvo nach China. Der angeschlagene amerikanische Autobauer befinde sich in entsprechenden Gesprächen mit seinem chinesischen Partner Changan Automobile Group, berichtete die chinesische Tageszeitung „National Business Daily“ am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise. „Alles ist möglich“ in den Verhandlungen, sagte eine mit der Situation vertraute Person dem Blatt.

„Chance auf Abschluss des Geschäfts“

Demnach führte Changan-Chef Xu Liuping Gespräche mit Ford und Volvo bei einer Automesse vergangenen Monat im chinesischen Guangzhou. Changan Automobile Group ist die Muttergesellschaft von Chongqing Changan Automobile Co, dem chinesischen Kooperationspartner von Ford und Mazda Motor Corp. Die Zeitung zitierte einen Changan-Vertreter mit den Worten, es gebe die Chance auf einen Abschluss des Geschäfts. Changan und Ford waren für eine Stellungnahme am Dienstag zunächst nicht erreichbar.

Im Zuge der weltweiten Autokrise hat Ford schon angekündigt, seine schwedische Tochter verkaufen zu wollen. Auch die Opel-Mutter General Motors erwägt die Veräußerung ihres schwedischen Tochterunternehmens Saab.

Für Amerikas Konzerne zeichnet sich Rettung ab

Derweil zeichnete sich ab, dass die drei großen amerikanischen Autokonzerne mit Notkrediten über zunächst 15 Milliarden Dollar vor einem unmittelbar bevorstehenden finanziellen Crash gerettet werden dürften. Das deutete sich am Dienstag bei Verhandlungen zwischen der demokratischen Kongressmehrheit und dem Weißen Haus über einen entsprechenden Rettungsplan an. Allerdings soll die Hilfe von massiven Auflagen begleitet sein; beispielsweise ist die Einsetzung eines staatlichen Aufsehers über die Konzerne vorgesehen.

Die Autokonzerne hatten Hilfen im Umfang von sogar 34 Milliarden Dollar erbeten. Der Kongress ist aber zumindest vorerst nicht bereit, so weit zu gehen. Möglicherweise soll der Kongress schon am Mittwoch über den Hilfsplan abstimmen (siehe dazu auch: Hilfe für Amerikas Autobauer rückt näher).

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Von Heike Göbel

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