08.02.2012 · Die jährlich veröffentlichte „Football Money League“ zeigt: Spanische und englische Spitzenvereine hängen den FC Bayern zunehmend ab. Das ist ein Problem - weil die der sportliche Erfolg das Spiegelbild der finanziellen Potenz ist.
Von Marcus Theurer, LondonDem deutschen Rekordmeister FC Bayern München fällt es immer schwerer, im europäischen Spitzenfußball finanziell mitzuhalten. Wie die jährlich veröffentlichte „Football Money League“ der Unternehmensberatung Deloitte zeigt, hängen spanische und englische Spitzenvereine die Bayern zunehmend ab. Ein Trost bleibt den Münchnern allerdings: Während sie daheim in der Bundesliga gegen Tabellenführer Borussia Dortmund sportlich derzeit einen schweren Stand haben, sind sie dem Erzrivalen zumindest finanziell klar überlegen.
Dortmund rangiert in der „Geld-Liga“ ebenso wie alle anderen Bundesliga-Vereine weit hinter dem bayerischen Krösus. Die Deloitte-Studie stellt für die vergangene Saison die Einnahmen der führenden europäischen Fußballvereine aus Fernsehlizenzen, Eintrittskarten, Sponsorenverträgen und anderen Quellen gegenüber.
Im europäischen Vergleich enteilen vor allem die spanischen Clubs Real Madrid und FC Barcelona den Bundesliga-Vereinen immer weiter. Die beiden Spanier sind vor allem dank überragend hoher Einnahmen aus Fernsehübertragungen die Topverdiener im europäischen Fußballgeschäft. Sie haben ihre Umsätze in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gesteigert.
In der vergangenen Saison wuchsen beim FC Barcelona die Umsätze um mehr als 50 Millionen auf 451 Millionen Euro. Allein der neue Trikotsponsor aus dem Nahen Osten, die Wissenschaftsstiftung Qatar Foundation, steuerte geschätzte 15 Millionen Euro bei. Die finanzielle Potenz ist das Spiegelbild des sportlichen Erfolgs: Barcelona gewann 2011 sowohl die nationale Meisterschaft als auch zum zweiten Mal binnen drei Jahren den europäischen Champions-League-Wettbewerb.
Der FC Bayern läuft derweil Gefahr, auch gegenüber dem englischen Rivalen Manchester United wirtschaftlich den Anschluss zu verlieren. In der vergangenen Saison hat sich der Einnahmen-Rückstand der Münchner gegenüber Manchester auf 46 Millionen Euro annähernd verdoppelt. Vor allem das frühe Aus des FC Bayern im Achtelfinale der Champions League sorgte 2011 für einen kräftigen Dämpfer bei den Fernseheinnahmen.
Mit Sponsorenverträgen verdienen die Bayern dagegen laut Deloitte mehr als alle anderen Vereine in Europa. Die Millionenbeträge, die Unternehmen wie Adidas und Audi überweisen, sind die wichtigste Einnahmequelle des FC Bayern.
Wie geht es weiter im schnelllebigen Fußballgeschäft? Manchester United ist in der laufenden Champions-League-Saison überraschend in der Vorrunde ausgeschieden. Die Bayern stehen dagegen im Achtelfinale und dürfen weiter vom Finale vor heimischer Kulisse in München träumen. Zumindest finanziell bleiben allerdings die Spanier das Maß der Dinge im europäischen Fußball, so prognostiziert der Deloitte-Fußballexperte Dan Jones: „Real Madrid und Barcelona werden auf absehbare Zeit nicht einzuholen sein.“
UnReal und undurchsichtig
aleks merkur (amkns)
- 09.02.2012, 18:20 Uhr
DBL
Albert Casademunt (aruchan)
- 09.02.2012, 16:48 Uhr
Superstars bei der EZB zum Diskont...
A. Loha (aloha77)
- 09.02.2012, 14:35 Uhr
Klassischer Denkfehler
Theodor Wedel (TheodorWedel)
- 09.02.2012, 14:23 Uhr
vor allem dank überragend hoher Einnahmen aus
Fernsehübertragungen
Paul Banaschak (paul.banaschak)
- 09.02.2012, 14:23 Uhr
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