http://www.faz.net/-gqe-7mg7u

Folgen der Finanzkrise : Auch Fiat will eine eigene Bank haben

  • Aktualisiert am

Fiat-Fertigung im italienischen Atessa Bild: REUTERS

Airbus hat es gerade getan, Volkswagen und Peugeot schon längst: Nun will auch der Autobauer Fiat ein eigenes Geldhaus - um unabhängiger von den Geschäftsbanken zu sein.

          Der Autobauer Fiat will offenbar seine Finanzsparte in eine richtige Bank umwandeln. Das Unternehmen habe die italienische Zentralbank um die Erteilung einer entsprechenden Lizenz gebeten, sagte eine damit vertraute Person.

          Die Idee dahinter: Mit einer hausinternen Bank wäre Fiat unabhängiger von etablierten Kreditinstituten und könnte seine Finanzierungskosten senken. Darüber hinaus könnten sich die Italiener, die erst vor kurzem den amerikanischen Automobil-Konzern Chrysler komplett übernommen haben, gegenüber Rivalen besser behaupten.

          Der deutsche Volkswagen-Konzern oder der französische Hersteller Peugeot beispielsweise hätten über ihre Banken direkten Zugang zu den Zentralbanken und damit während der Finanzkrise einen Vorteil gehabt, heißt es weiter.

          Dass es für einen großen, international agierenden Konzern womöglich vorteilhaft ist, ein eigenes Geldhaus zu haben, wird dabei nicht nur in der Automobilbranche so gesehen: Aus denselben Gründen teilte zuletzt auch der Luftfahrtkonzern Airbus mit, sich eine Bank zuzulegen. Er übernimmt die Salzburg München Bank an. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit dem österreichischen Raiffeisenverband Salzburg getroffen worden, um für Airbus „zusätzliche Finanzierungsoptionen“ zu erschließen.

          Die Fiat-Finanzsparte Fga Capital wurde im Jahr 2006 zusammen mit der französischen Bank Crédit Agricole gegründet. Die beiden verlängerten ihre Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bis zum Jahr 2021. Fiat wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Die italienische Zentralbank war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Mesut Özil verabschiedet sich mit einem Rundumschlag aus der Nationalmannschaft

          Rücktritt von Mesut Özil : Abrechnung in drei Akten

          Der Rücktritt von Mesut Özil und viel mehr noch seine Begründung sind ein fatales Zeichen, für den deutschen Fußball, für die deutsche Gesellschaft. In vielem ist der Weltmeister von 2014 jedoch über das Ziel hinausgeschossen. Ein Kommentar.

          Weißhelme in Syrien : Die schwierige Rettung der Retter

          In einer spektakulären Aktion wurden mehrere hundert „Weißhelme“ aus Syrien gebracht. Die Zeit zur Rettung der Zivilschützer war knapp geworden. Acht von ihnen werden mit ihren Familien nach Deutschland kommen.

          Steve Bannon : Ein Schurke für Europa

          Der einstige Chefstratege von Donald Trump, Steve Bannon, will die Nationalisten des alten Kontinents vereinen. Sein Ziel scheint klar: Die Zerstörung der EU.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.