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Flughäfen Fraport erwägt Trennung von Hahn

06.11.2008 ·  Kein Regionalflughafen in Deutschland hat in den vergangenen Jahren einen solchen Aufstieg hinter sich wie der Flughafen Hahn im Hunsrück. Doch trotz der vielen Billigflieger erwirtschaftet Hahn weiterhin Verluste. Mehrheitseigentümer Fraport will das nicht ewig mitmachen und denkt über eine Trennung nach.

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Kaum ein Flughafen in Deutschland hat in den vergangenen Jahren einen solchen Aufstieg hinter sich wie der Flughafen Hahn im Hunsrück. Doch trotz der vielen Billigflieger erwirtschaftet Hahn weiterhin Verluste. Mehrheitseigentümer Fraport will das nicht ewig mitmachen und denkt über eine Trennung nach.

Fraport setzt dem verlustträchtigen Flughafen Hahn im Hunsrück ein Ultimatum. Der Flughafenbetreiber wolle wie angekündigt versuchen, den Provinzflughafen bis 2010 in die Gewinnzone zu führen, sagte Fraport-Finanzvorstand Matthias Zieschang am Donnerstag. „Aber wenn das nicht gelingen sollte, werden wir nachhaltig diese Verlustsituation nicht akzeptieren“, betonte er. Ein Verkauf sei eine Möglichkeit, das Engagement zu beenden, sagte Vorstandschef
Wilhelm Bender. Zunächst gehe er davon aus, dass der vor allem vom Billigflieger Ryanair genutzte Flughafen schwarze Zahlen schreiben werde.

Eigentlich sollte 2006 die Gewinnschwelle erreicht werden

Der Flughafenbetreiber Fraport ist seit 1998 Mehrheitsaktionär des Flughafens Hahn. Heute hält Fraport 65 Prozent der Anteile, die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz halten jeweils 17,5 Prozent. Der irische Billigflieger Ryanair nutzt den ehemaligen Militär-Flughafen seit 1999 als Basis. Die Passagierzahlen wuchsen über Jahre rasant.

Der Flughafen sollte nach den ursprünglichen Planungen schon im Jahr 2006 ein positives Ergebnis schreiben - hat dies aber verfehlt. Von Januar bis September 2008 erwirtschaftete der Flughafen Hahn einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 7,8 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum waren es minus 8,7 Millionen Euro. Die Verluste wurden bislang von den Eigentümern getragen. Dies hat in der Vergangenheit schon zu massiver Kritik geführt.

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