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Finanzkrise HSH Norbank will 3 Milliarden Euro Eigenkapital

13.02.2009 ·  Die HSH Nordbank hat im vergangenen Geschäftsjahr 2,8 Milliarden Euro verloren. Größer als bislang erwartet fällt allerdings die Hilfe aus, die sich die Bank nun von Hamburg und Schleswig-Holstein erhofft.

Von Johannes Ritter
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Die HSH Nordbank hat am Freitag bestätigt, dass sie das Geschäftsjahr 2008 mit einem Verlust von bis zu 2,8 Milliarden Euro abschließen wird (siehe Die HSH Nordbank braucht eine Milliardenspritze). Größer als bislang erwartet fällt allerdings die Hilfe aus, die sich die Bank nun von Hamburg und Schleswig-Holstein erhofft. Der Stadtstaat und das Land sind mit 30 und 29 Prozent an der HSH beteiligt.

Nach Informationen der F.A.Z. hat der HSH-Vorstand den Regierungsspitzen der beiden Länder am Freitag vorgeschlagen, der Bank rund 3 Milliarden Euro frisches Eigenkapital zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus möchte das Institut von den Ländern Garantien im Volumen von 10 Milliarden Euro bekommen. Damit sollen Risiken im Wertpapier- und Kreditportfolio abgeschirmt werden. Dies würde die Eigenkapitalbindung und damit auch den Eigenkapitalbedarf verringern. Sie erfüllten also eine andere Funktion als die 30 Milliarden Euro Bürgschaften, die der Finanzmarktstabilisierungsfonds (Soffin) im Dienste der Liquiditätsbeschaffung zur Verfügung gestellt hat. Als Bedingung für diese Hilfe hat die Soffin aber verlangt, dass die HSH bis zum 21. Februar eine Kernkapitalquote von mindestens 7 Prozent zeigt und ein solides Fortführungskonzept präsentiert.

Ohne die gewünschte Kapitalspritze, über die die Länderkabinette am Dienstag entscheiden wollen, kann die HSH diese Bedingungen nicht erfüllen. Den kapitalverzehrenden Verlust von bis zu 2,8 Milliarden Euro erklärt die Bank in einer Mitteilung mit den Belastungen aus der Finanzmarktkrise. So seien Abschreibungen auf das Kreditersatzgeschäft (strukturierte Wertpapiere) von rund 1,6 (Vorjahr: 1,3) Milliarden Euro erforderlich geworden. Die Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Lehman-Insolvenz und dem Zusammenbruch isländischer Banken beziffert die Bank auf 0,9 Milliarden Euro. Gestiegene Ausfallrisiken im Kreditgeschäft und Portfoliowertberichtigungen schlugen mit rund 1,4 (1) Milliarden Euro negativ zu Buche. Dem gegenüber steht ein Zins- und Provisionsüberschuss von rund 2 (1,9) Milliarden Euro.

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Jahrgang 1964, Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

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