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Finanzkrise Bayern LB macht 770 Millionen Euro Verlust

07.05.2008 ·  Bereits im April hat die Bayern LB Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro bekanntgegeben. Das operative Geschäft aber sei in diesem Jahr gut gestartet, sagt der neue Vorstandschef Michael Kemmer. Insgesamt haben die Belastungen aus der Finanzkrise die Landesbank tief in die roten Zahlen gedrückt.

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Die Finanzmarktkrise hat die Bayerische Landesbank tief in die roten Zahlen gerissen. Abschreibungen auf riskante Wertpapiere führten zu einem Quartalsverlust von 770 Millionen Euro vor Steuern, wie die BayernLB am Mittwoch mitteilte.

Die Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro hatte die BayernLB bereits im April bekanntgegeben. Im operativen Geschäft sei die Landesbank dagegen gut gestartet, sagte der neue Vorstandschef Michael Kemmer in München. Mit der Zusage des Freistaats Bayern und der bayerischen Sparkassen, mit 4,8 Milliarden Euro für die wackligen Wertpapiere zu bürgen, könne sich die Landesbank jetzt wieder auf das operative Geschäft konzentrieren.

Seit vergangenen Sommer hatten die riskanten Papiere ein Loch von insgesamt 4,3 Milliarden Euro in die Bilanz der BayernLB gerissen. Davon wurden 1,1 Milliarden Euro als Wertberichtigungen im ersten Quartal verbucht. Das machte die kräftigen Zuwächse bei Zins- und Provosionsüberschüssen nach der Übernahme der österreichischen Hypo-Alpe-Adria-Bank zunichte: Die Bank schloss mit einem Verlust von 770 Millionen Euro vor Steuern ab. Schon im vergangenen Jahr hatte die zweitgrößte Landesbank wegen der hohen Abschreibungen nur noch einen kleinen Gewinn von 175 Millionen Euro gemacht.

„Mit dieser Zäsur richten wir den Blick nach vorne. Unsere Voraussetzungen zum Durchstarten sind gut“, sagte Kemmer. Das operative Kundengeschäft liege im Plan, das bereinigte operative Ergebnis von 343 Millionen Euro sei zufriedenstellend, sagte der BayernLB-Chef und kündigte eine Marktoffensive an.

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Von Heike Göbel

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