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Finanzkrise Amerikanischer Versicherer AIG schasst seinen Chef

16.06.2008 ·  Beim amerikanischen Versicherungsriesen AIG gibt es nach Milliardenverlusten einen Chefwechsel. Martin Sullivan trat als Vorstandsvorsitzender zurück. Nachfolger wurde der frühere Citigroup-Manager Robert Willumstad. Er führte zuletzt den AIG-Verwaltungsrat.

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Der weltgrößte Versicherer AIG hat angesichts der herben Verluste im Zuge der Kreditkrise seinen Chef ausgetauscht. Nach drei Jahren an der Spitze des Konzerns macht Martin Sullivan mit sofortiger Wirkung Platz für Robert Willumstad, der zugleich weiter Chairman bleibt, wie die American International Group am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte.

Sullivan war nicht zuletzt auch bei einflussreichen Großaktionären unter Druck geraten, nachdem der Versicherer wegen der Hypothekenkrise mehr als 20 Milliarden Dollar abschreiben und herbe Verluste einstecken musste. So prangerte nach den ersten drei Monaten dieses Jahres ein Minus von knapp acht Milliarden Dollar in den Büchern - es war der höchste Quartalsverlust in der Geschichte des Konzerns.

„Das Board und ich erkennen an, dass die Ergebnisse der vergangenen zwei Quartale inakzeptabel waren. Aber wir sind zuversichtlich, was die Zukunft von AIG angeht“, erklärte der neue CEO Willumstad. Er kündigte eine eingängige Prüfung sämtlicher Geschäftsbereiche des Versicherers an. Das Führungsgremium sei überzeugt, dass der 62-Jährige der richtige sei, um „AIG durch die turbulenten Märkte von heute zu führen“, weiteren organisatorischen Wandel anzutreiben und den Unternehmenswert wieder herzustellen, teilte der Leiter des Nominierungskomitees, George Miles, mit. Die AIG-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr als die Hälfte an Wert verloren. Am Freitag stand sie zum Handelsschluss bei 34,18 Dollar.

Willumstad kam vor zwei Jahren zu AIG. Zuvor war er bei der Großbank Citigroup für das Tagesgeschäft verantwortlich. Sullivan war 36 Jahre lang bei AIG beschäftigt. Vor dem 53-Jährigen mussten wegen der Kreditkrise bereits eine Reihe andere Wall-Street-Spitzenmanager ihren Hut nehmen, wie etwa Charles Prince bei der Citigroup und Stan O'Neill bei Merrill Lynch.

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