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Finanzkrise Allianz sieht Ziele gefährdet

20.03.2008 ·  Die Allianz sieht ihre Ergebnisziele in Gefahr und rechnet bei der Dresdner Bank für das erste Quartal mit weiteren Abschreibungen infolge der Finanzmarktkrise. Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat unterdessen nach Manipulationen von Händlern erstmals seit fünf Jahren einen Quartalsverlust angekündigt.

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Die Allianz sieht wegen der Finanzkrise die Ergebnisziele für die kommenden beiden Jahre in Gefahr. Das Erreichen des angepeilten operativen Gewinnwachstums von durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr bis 2009 sei deutlich schwieriger geworden, erklärte Vorstandschef Michael Diekmann in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht 2007. „Ich muss daher für unseren Ausblick einen speziellen Vorbehalt für das Bankgeschäft machen.“

Angesichts der gegenwärtigen Unsicherheiten und weiterer nicht auszuschließender Abschreibungen bei der Tochter Dresdner Bank sei eine zuverlässige Prognose für den Beitrag des Bankgeschäfts zum Gesamtergebnis derzeit unmöglich. Im ersten Quartal seien weitere Abschreibungen bei der Dresdner Bank zu erwarten.

Aufgrund der anhaltenden Kursverluste an den Kreditmärkten seien auch im weiteren Jahresverlauf zusätzliche ergebnisbelastende Wertberichtigungen nicht auszuschließen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern aus der Krise Belastungen von 1,5 Milliarden Euro verbucht.

Credit Suisse mit Quartalsverlust

Die Schweizer Großbank Credit Suisse rechnet unterdessen wegen der Finanzkrise erstmals seit fünf Jahren mit einem Verlust. Aufgrund der schwierigen Marktlage geht die Bank derzeit nicht davon aus, das Quartal mit einem Gewinn abzuschließen.

Aufgrund der schwierigen Marktlage gehe die Credit Suisse derzeit nicht davon aus, das Quartal mit einem Gewinn abzuschließen, teilte die Bank am Donnerstag in Zürich mit. Bis Ende Februar habe man aber unter Berücksichtigung aller Abschreibungen Wertminderungen profitabel gearbeitet. Die Wertberichtigungen seien dabei in Franken gerechnet etwas geringer als bisher angenommen ausgefallen. Zugleich wurde das Ergebnis des Vorjahres wie zuvor angekündigt nach unten korrigiert

Credit Suisse hatte bereits Mitte Februar nur Tage nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses nachträglich Wertberichtigungen im Handelsgeschäft mit Collaterlized Debt Obligations (CDO) angekündigt. Bis Ende Februar lag die Bank den Angaben zufolge insgesamt aber trotz der sich abzeichnenden Wertberichtigungen noch in der Gewinnzone. Das hat sich in der Zwischenzeit dann offenbar geändert.

Nach Abschluss der Untersuchung zur Neubewertung von forderungsbesicherten Wertpapieren (ABS) müsse das Institut wegen der Finanzkrise insgesamt 2,86 Milliarden Schweizer Franken oder 2,65 Milliarden US-Dollar abschreiben, hieß es. Diese seien aber 200 Millionen Franken weniger als ursprünglich angenommen. Vor einem Monat hatte die Bank die notwendigen Abschreibungen noch auf 2,85 Milliarden Dollar geschätzt. Der Löwenanteil der Abschreibungen entfällt mit 1,68 Milliarden Franken auf das laufende Quartal. Ihr Engagement in forderungsbesicherten Anleihen (CDO) bezifferte die Bank per Februar auf 2,4 Milliarden Franken.

Manipulationen von Händlern führen zu Fehlbewertungen

Die Untersuchung bestätigte gemäß Credit Suisse weiter, dass die Fehlbewertungen teilweise auf absichtliches Fehlverhalten einer kleinen Zahl von CS-Händlern zurückzuführen waren. Sie wurden entlassen oder beurlaubt, wie es in der Mitteilung heißt. Konzernchef Brady Dougan sagte demnach: „Dieser Vorfall ist absolut inakzeptabel, da er sich nicht mit den hohen Standards der Credit Suisse vereinbaren lässt.“ Die Bank verfüge jedoch insgesamt über sehr gute Kontrollfunktionen. Nun würden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um deren Wirksamkeit zu verbessern.

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Von Heike Göbel

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