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Finanzinstitute Hypo Real Estate will Depfa Bank übernehmen

23.07.2007 ·  Der Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate will die irische Depfa Bank für 5,7 Milliarden Euro übernehmen. Den Depfa-Aktionären wird ein entsprechendes Angebot gemacht. Bedingung: Die Hypo Real Estate erhält mindestens drei Viertel der Depfa-Anteile.

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Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) will den Staatsfinanzierer Depfa Bank für 5,7 Milliarden Euro übernehmen. Das fusionierte Unternehmen überholt damit den größten Konkurrenten Eurohypo.

Der Münchener Immobilienfinanzierer bietet den Depfa-Aktionären 6,80 Euro je Aktie in bar und 0,189 neue HRE-Aktien aus einer Kapitalerhöhung, wie die Hypo Real Estate am Montag in München mitteilte. Finanziert werden soll der Kauf mit einer Kapitalerhöhung um rund 3,3 Milliarden Euro ohne Bezugsrecht und einer Wandelanleihe über 450 Millionen Euro. Das Übernahmeangebot ist an die Bedingung geknüpft, dass die HRE mindestens drei Viertel der Depfa-Anteile erhalte.

Stellen sollen nicht gestrichen werden

Die neue Gruppe wird den Angaben zufolge rund 2000 Mitarbeiter und eine Bilanzsumme von 385 Milliarden Euro haben. Stellen sollen nicht gestrichen werden. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten beide Häuser zusammen einen Gewinn vor Steuern von 1,22 Milliarden Euro. Nach der Übernahme solle die Depfa als Tochter der HRE weitergeführt werden und als Marke bestehen bleiben, hieß es.

„Das ist eine Form der Konsolidierung, die Sinn macht“, sagte Analyst Dirk Becker von Kepler Equities. Hypo Real Estate könne mit der Übernahme der Depfa den Aufbau des Geschäfts mit der Staatsfinanzierung beschleunigen und in großem Umfang Synergien heben. Der gebotene Preis sei gerechtfertigt.

Die Hypo Real Estate kündigte an, durch die Bündelung der Kräfte nach 2010 mit Ertragssynergien von mehr als 150 Millionen Euro jährlich zu rechnen. Bereits ein Jahr nach Abschluss der Transaktion werde daraus ein positiver Ergebnisbeitrag von etwa 40 Millionen Euro vor Steuern erwartet. Hinzu kämen Kostensynergien von 60 Millionen Euro jährlich. „Für das Jahr 2010 ist es das Ziel, eine Eigenkapitalrentabilität nach Steuern von mehr als 15 Prozent zu erwirtschaften“, versprach Hypo Real Estate.

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Von Heike Göbel

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