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Finanzdienstleistungen Bankgeschäft im Modehaus

10.10.2006 ·  Nicht nur Autoversicherungen, sondern auch Ratenkredite gibt es demnächst von der Kleiderstange: C&A steigt ins Bankgeschäft ein, nachdem die Modekette vor einigen Wochen schon den Vertrieb von Versicherungen angekündigt hatte.

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Die expandierende Modekette C&A strebt nach dem Verkaufsstart von Kfz-Versicherungen vor zwei Wochen jetzt auch ins Bankgeschäft. Im ersten Halbjahr 2007 werde die C&A Bank GmbH ihren Kunden zunächst Ratenkredite anbieten, kündigte der Leiter der C&A Money, Oliver Prill, am Dienstag in Düsseldorf an. Die neue Sparte Finanzdienstleistungen werde eine gleichberechtigte Produktlinie neben den Kerngeschäften Damen-, Herren- und Kindermode sein.

„Wir wollen mittelfristig ein profitables und ertragreiches Geschäft aufbauen und der führende Einzelhändler bei Finanz- und Bankdienstleistungen werden“, betonte der Prill. Derzeit ist Karstadt-Quelle der größte Anbieter. In der Autoversicherung liege C&A bereits über Plan, hieß es.

Kaufhausfilialen als wichtigster Vertriebskanal

Wichtigster Vertriebskanal seien die 380 C&A-Filialen, in die täglich eine Million Menschen strömten. Hierdurch könnten die Marketingkosten niedrig gehalten und günstige Preise geboten werden. Allerdings können die Kunden in den C&A-Häusern keine Verträge abschließen. Der Verkauf erfolgt über Telefon oder das Internet. Derzeit werde in neun Häusern der Modekette der Versicherungs-Verkauf in den Filialen vor Ort getestet.

Bei der Bundesanstalt für Finanzaufsicht beantragte C&A inzwischen eine Banklizenz. Nach dem Verkaufsstart werde das Unternehmen alle halbe Jahre den Kunden ein neues Produkt anbieten. Vorstellbar sei eine Ausweitung des Versicherungsgeschäftes unter anderem auf die Bereiche Hausrat, Reise und Tiere sowie bei Bankdienstleistungen auf Kreditkarten und Sparanlagen. Als Vorbild gilt den Düsseldorfern dabei die britische Tesco Personal Finance.

C&A will nicht die Hausbank ersetzen

Die Produkte müßten einfach sein und der Kunde müsse sie ohne größeren Beratungsbedarf verstehen, betonte Prill, der bei C&A die neue Dienstleistungssparte aufbaut. Zuvor war er bei der Royal Bank of Scotland für das Konsumentengeschäft verantwortlich. Keineswegs habe C&A das Ziel, eine Hausbank zu ersetzen.

C&A hatte im vergangenen Jahr in Deutschland ihren Umsatz um 4 Prozent 2,7 Milliarden Euro gesteigert. Bei stagnierendem Geschäft in der Branche sei es in den ersten ersten sieben Monaten des laufenden Geschäftsjahres sogar ein Plus von 5 Prozent gewesen. Im kommenden Jahr will C&A erneut 50 neue Filialen eröffnen.

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Von Heike Göbel

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