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Festnetz Telekom fordert mehr Geld für die "letzte Meile"

20.01.2009 ·  Die Deutsche Telekom will von ihren Konkurrenten mehr Geld für die „letzte Meile“. Die Miete für die Teilnehmeranschlussleitung in die Kundenhaushalte soll von jetzt 10,50 Euro auf 12,90 Euro angehoben werden, teilte die Telekom am Dienstag in Bonn mit.

Von Helmut Bünder
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Die Deutsche Telekom will von ihren Konkurrenten mehr Geld für die "letzte Meile". Die Miete für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) in die Kundenhaushalte soll von jetzt 10,50 Euro auf 12,90 Euro angehoben werden, teilte die Telekom am Dienstag in Bonn mit. Dieses Entgelt solle bis 2014 gelten. Einen entsprechenden Antrag habe der Konzern bei der Bundesnetzagentur gestellt, die über den Gebührensatz entscheiden muss. Die Aufsichtsbehörde muss dann binnen zehn Wochen entscheiden, damit die neuen Entgelte zum 1. April in Kraft treten können.

Der Preis der letzten Meile spielt für den Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt eine entscheidende Rolle. Denn auch mehr als ein Jahrzehnt nach der Liberalisierung beherrscht die Telekom weitgehend die Zugänge in die Kundenhaushalte. Deshalb müssen fast alle Konkurrenten diese zum größten Teil noch in früheren Monopolzeiten verlegten Leitungen bei der Telekom mieten, um ihre Telefon- und DSL-Angebote zu den Verbrauchern bringen zu können. Etwa acht Millionen Anschlüsse laufen bereits über diesen Weg, und die Nachfrage steigt weiter. Zwar bringt die Vermietung der Telekom Einnahmen von fast einer Milliarde Euro im Jahr. Unter dem Strich allerdings ist dies nur ein kleiner Ausgleich dafür, dass ihr die Anschlüsse verlorengehen.

Nachdem die Gebühren in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesenkt worden sind, hofft die Telekom nun auf einen Kurswechsel. Die Telekom setzt auf Rückenwind der Politik, weil sich die Bundesregierung einen beschleunigten Breitbandausbau auf die Fahnen geschrieben hat. Zudem spekuliert die Telekom darauf, dass die Netzagentur nun auch bei der Genehmigung der TAL-Preise den Milliardenaufwand für einen sozialverträglichen Personalabbau anerkennt. Unterstützung kommt von der Gewerkschaft Verdi. "Die TAL-Gebühren müssen steigen, damit die Umstrukturierungskosten bei der Telekom nicht bei den Beschäftigten abgeladen werden und das Unternehmen gleichzeitig finanzielle Spielräume für den Breitbandausbau behält", sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder der F.A.Z.

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Jahrgang 1957, Wirtschaftskorrespondent in Bonn.

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