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FAZ.NET-Spezial: Hypothekenkrise Die Geldschöpfer retten was noch zu retten ist

10.08.2007 ·  Die Akteure an den Kapitalmärkten werden immer nervöser. Wo es kein Vertrauen mehr gibt, da gibt es auch keinen Kredit mehr, da trocknet die Liquidität aus. Zum Glück hat die Europäische Zentralbank sofort reagiert. Ein Kommentar von Holger Stelzner.

Von Holger Stelzner
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Ein Gerücht jagt das nächste an den Kapitalmärkten. Wenn dann auch noch Hiobsbotschaften wie die Schließung von drei Fonds durch die französische Großbank BNP Paribas die Händler in den Banken überraschen, dann werden emotional aufgewühlte Märkte schnell einem Stresstest ausgesetzt.

Das ist am Donnerstag am Geldmarkt passiert. Die Europäische Zentralbank hat sofort reagiert und über einen Schnelltender den Banken und damit dem Geldmarkt knapp 95 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die Tatsache, dass dieser Tender größer als der am Tag nach den Terroranschlägen auf Amerika ausfällt, macht deutlich, wie angeschlagen das Vertrauen der Marktteilnehmer ist.

Zerstörtes Vertrauen

Nicht nur Anleger und Händler fragen sich, wie Euro-Geldmarktfonds, die eigentlich ihre anzulegenden Beträge in kurzlaufende europäische Zinstitel stecken sollten, durch den Preisverfall zweitklassiger amerikanischer Hypothekenpapiere so in die Krise geraten sind, dass sie geschlossen werden müssen. Offenbar haben manche Emittenten Produkte unter irreführenden Namen verkauft.

Das dadurch zerstörte Vertrauen wird manchen von ihnen jetzt zum Verhängnis. Wo es kein Vertrauen gibt, da gibt es auch keinen Kredit mehr, da trocknet die Liquidität aus. Zum Glück hat die Europäische Zentralbank diese schnell aus ihrem tiefen Brunnen geschöpft.

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