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Fastfood Burger King steht abermals vor dem Verkauf

01.09.2010 ·  Die Hamburgerkette macht ihren Eigentümern wenig Freude. Der große Wettbewerber McDonald's hat die Zeichen der Zeit eher erkannt und schneller mit alternativen Mahlzeiten reagiert. Daher ist er viel erfolgreicher als Burger King.

Von Roland Lindner, New York
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Burger King, die nach McDonald's zweitgrößte Hamburgerkette der Welt, könnte bald neue Eigentümer bekommen: Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ hat das amerikanische Unternehmen in den vergangenen Wochen mit mehreren Beteiligungsgesellschaften über einen Verkauf gesprochen. Die Verkaufsgerüchte haben dem Aktienkurs des Unternehmens am Mittwoch im Handelsverlauf einen Sprung um 17 Prozent auf 19,20 Dollar beschert.

Sollte es zu einer Transaktion kommen, würde sich für Burger King Geschichte wiederholen: Im Jahr 2002 wurde das Unternehmen schon einmal an Finanzinvestoren verkauft. Damals zahlten TPG Capital, Bain Capital und Goldman Sachs Capital Partners 1,5 Milliarden Dollar für die Hamburgerkette, die zuvor zum britischen Getränkekonzern Diageo gehörte. Im Jahr 2006 brachten die Finanzinvestoren Burger King an die Börse, sie halten aber bis heute 32 Prozent der Anteile.

McDonald' s hat seine Produktpalette kräftig umgebaut

Burger King hat insgesamt 12.000 Filialen und ist in 76 Ländern der Welt vertreten. Damit liegt das Unternehmen weit hinter dem Rivalen McDonald's, der auf 32.000 Standorte in 117 Ländern kommt. McDonald's hat sich außerdem in den vergangenen Jahren deutlich besser geschlagen als Burger King. So hat McDonald's seine Produktpalette kräftig umgebaut und kam damit bei den Verbrauchern gut an. Das Unternehmen setzte auf Kaffeespezialitäten und bot sich damit als billigere Alternative zu Starbucks an. Allgemein wurde das Frühstücksmenü mit neuen Produkten ausgebaut.

McDonald's brachte auch mehr gesündere Alternativen wie Salate und Obst auf die Speisekarte und sprach damit außerhalb seiner traditionellen Stammklientel junger männlicher Verbraucher verstärkt andere Zielgruppen an.

Burger King blieb dem kalorienreichen Fleischbrötchen treu

Burger King blieb dagegen eher seinem traditionellen Image als Hamburgerbude mit kalorienreichen Fleischbrötchen treu. Das unterstrich das Unternehmen vor wenigen Wochen bei der Eröffnung eines großen Flaggschiff-Standorts mit dem Namen „Whopper Bar“ in der Nähe des New Yorker Times Square. Burger King hat exklusiv für diese Filiale einige wahre Kalorienbomben vorgestellt, darunter einen mit Hackfleisch und Speck beladenen Burger mit dem Namen „Meat Beast Whopper“ und einen „NY Pizza Burger“, der wie eine Pizza in Stücken gegessen werden kann und mehr als 2500 Kalorien haben soll (nach Angaben des Unternehmens ist er für mehr als eine Person gedacht).

Die Strategie von McDonald's geht derzeit viel besser auf: Auch in einem schwieriger werdenden Umfeld, in dem Verbraucher beim Geldausgeben wieder vorsichtiger zu werden scheinen, hat McDonald's bis zuletzt gute Geschäfte gemacht. Für das zweite Quartal meldete das Unternehmen auf bereinigter Verkaufsfläche, also in mindestens ein Jahr geöffneten Filialen, weltweit ein Umsatzwachstum von 4,8 Prozent. Burger King musste dagegen im gleichen Zeitraum, der dem Schlussquartal des Geschäftsjahres 2009/2010 entsprach, ein Minus von 0,7 Prozent hinnehmen. Im gesamten Geschäftsjahr ging der flächenbereinigte Umsatz um 2,3 Prozent zurück.

Vorstandsvorsitzender John Chidsey schlug bei der Vorlage der Zahlen sehr zurückhaltende Töne an: Die fortdauernd hohe Arbeitslosigkeit und eine unstabile weltweite Wirtschaftslage hätten das Geschäft erschwert, und auch im neuen Geschäftsjahr erwarte er kein einfaches Umfeld.

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