Home
http://www.faz.net/-gqi-uqzu
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Montag, 13. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fachkräftemangel Siemens zahlt 3000 Euro für neue Mitarbeiter

30.05.2007 ·  Der Mangel an Ingenieuren wird immer gravierender. Headhunter sind eine Lösung. Aber es gibt auch andere Wege. Siemens spannt die eigene Belegschaft ein: Wer Fachkräfte wirbt, kann gut verdienen.

Von Holger Appel
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (2)

Der Mangel an Ingenieuren in Deutschland wird immer gravierender und führt nun zu ungewöhnlichen Aktionen in den Unternehmen. Die Kraftwerksparte des Münchener Elektrokonzerns Siemens zahlt jedem Mitarbeiter, der einen neuen hochqualifizierten Kollegen für das Unternehmen findet, 3000 Euro Prämie. In einem Rundschreiben an die Mitarbeiter heißt es unter der Überschrift „Ihre Empfehlung ist uns 3000 Euro wert“: „Unsere Mitarbeiter sind unsere besten Recruiter. Wir haben daher ein ,Mitarbeiter werben Mitarbeiter‘-Programm entwickelt, um Sie zu ermuntern, in Ihrem Bekanntenkreis auf die Berufsmöglichkeiten bei PG (Power Generation, Kraftwerkstechnik) aufmerksam zu machen. Sie kennen sowohl die Anforderungen ausgeschriebener PG-Stellen als auch das Profil des Bewerbers. Somit wissen Sie am besten, ob ein Bewerber zu uns passt. Für Ihre Mühe bei der aktiven Suche nach zukünftigen Kollegen erhalten Sie für jede erfolgreiche Vermittlung eine Prämie in Höhe von 3000 Euro!“

1000 Leute für die Kraftwerkstechnik

Die Aktion sei am vergangenen Freitag gestartet worden und ergänze die normale Suche über Stellenanzeigen und Hochschulmarketing, sagte eine Unternehmenssprecherin dieser Zeitung. Der Personalbedarf sei angesichts des überaus gut laufenden Geschäfts nicht mehr zu decken. Der Bereich Engineering komme vor lauter Aufträgen „nicht mehr nach“. Gesucht würden vornehmlich Maschinenbauingenieure und Verfahrenstechniker, aber auch Kaufleute mit Hochschulabschluss – und zwar mit Berufserfahrung als auch nach dem Studium. Den Bedarf allein der Sparte Kraftwerkstechnik bezifferte die Sprecherin auf „um die eintausend neue Mitarbeiter“. Die ungewöhnliche Suchaktion, die an allen zwölf Standorten in Deutschland durchgeführt wird, beschränke sich bislang auf die Sparte Kraftwerkstechnik, der gesamte Siemens-Konzern gehe so noch nicht vor.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

Jüngste Beiträge

Teure Worte

Von Gerald Braunberger

Der angestrebte Vergleich mit den Kirch-Erben lehrt die Deutsche Bank, dass unglückliche Äußerungen sehr teuer werden können. Doch ein Ende mit Schrecken ist einem Schrecken ohne Ende oft vorzuziehen. Mehr

13.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.738,47 +0,68%
 OK
13.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.738,47 +0,68%
FAZ-INDEX 1.504,02 +0,59%
TecDAX 775,33 +0,71%
MDAX 10.290,00 +0,40%
SDAX 5.011,74 +0,53%
REX 421,76 +0,17%
Eurostoxx 50 2.491,54 +0,43%
F.A.Z. EURO INDEX 80,48 +0,59%
Dow Jones 12.859,70 +0,46%
Nasdaq 100 2.562,14 +0,58%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.999,18 +0,58%
EUR/USD 1,3207 −0,24%
Rohöl Brent Crude 117,90 $ 0,00%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 138,25 € −0,27%