Heftigen Widerstand hat die Branchengewerkschaft Verdi am Mittwoch gegen die Pläne der Deutschen Lufthansa AG angekündigt, zwei Standorte in Deutschland zu schließen sowie insgesamt bis zu 3500 Arbeitsplätze in der Verwaltung des Konzerns bis 2015 abzubauen. Christoph Franz, der Vorstandsvorsitzende des Lufthansa-Konzerns, begründet im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das an diesem Donnerstag (21. Februar) erscheint, die zügige Umsetzung seiner Sparpläne mit dem schwachen Ergebnis des Passagiergeschäfts.
Vor allem in Deutschland und Teilen des Europaverkehrs macht die Lufthansa Verluste, während die übrigen Tochtergesellschaften des Konzerns Gewinne erwirtschaften. Nur durch den Verkauf eines Paketes von Aktien des IT-Dienstleisters Amadeus gelang es, 2012 ein Konzernergebnis von 990 Millionen Euro auszuweisen.
„Auf solche Sondereffekte können wir nicht bauen“, warnt Franz, „wir müssen vielmehr die strukturellen Ursachen für die Ergebniserosion beseitigen“. Die Schließung der bisherigen Hauptverwaltung in Köln mit 360 Mitarbeitern und des Standortes in Norderstedt, wo die Buchhaltungstochter “Lufthansa Revenue“ 350 Personen beschäftigt, basiert auf dem Plan der Lufthansa, binnen drei Jahren 3500 ihrer 16.800 Stellen in der Verwaltung abzubauen.
Gleichzeitig will die Fluggesellschaft bis zu diesem Termin ihr Konzernergebnis um mindestens 1,5 Milliarden Euro verbessern. Für Franz ist das Erreichen dieser Zielmarke notwendig, um die Lufthansa wettbewerbsfähig zu halten und die Investitionen in Bordkomfort und spritsparende Flugzeuge zu finanzieren. Franz nimmt dafür Mitarbeiter ebenso wie Aktionäre oder Politiker in die Pflicht. So will die Lufthansa keine Dividende ausschütten.
Noch etwas
Miki Krstic Dr. (Emissionen)
- 21.02.2013, 09:03 Uhr
Arbeitszeitverkürzen Now !
Wolfgang Wurtz (wolwul)
- 20.02.2013, 23:41 Uhr
Warum
silvia schleimer (gertrudmaria)
- 20.02.2013, 21:36 Uhr
In Frankreich könnte man solche Sparpläne nicht treiben
Erwin Stahlberg (Nundenn)
- 20.02.2013, 18:40 Uhr
