http://www.faz.net/-gqe-8p0jm

Martin Winterkorn : Früherer VW-Chef soll 3100 Euro Rente bekommen – pro Tag

  • Aktualisiert am

Trat im September 2015 wegen des Diesel-Skandals zurück: Martin Winterkorn. Bild: dpa

Unter der Führung von Martin Winterkorn geriet der Volkswagen-Konzern in die größte Krise seiner Geschichte in der Nachkriegszeit. Seine Altersbezüge fallen trotzdem üppig aus.

          Martin Winterkorn führte viele Jahre lang den großen Volkswagen-Konzern. In seine Amtszeit fiel auch der Abgasskandal, mit dessen Folgen Europas größter Autokonzern nach wie vor kämpft und der das Unternehmen am Ende viele Milliarden Euro gekostet haben wird. Winterkorn trat deswegen zurück. Er bleibt allerdings weiterhin finanziell mit dem Konzern verbunden - als Rentner.

          Nach einem Bericht der „Bild-Zeitung“ bekommt Winterkorn seit Jahresbeginn eine Betriebsrente von Volkswagen gezahlt, und zwar in Höhe von 3100 Euro - am Tag. Die Zeitung begründet das mit den Richtlinien des Konzerns. Diesen zufolge bekommt Winterkorn aufgrund seiner 35 Jahre als Mitarbeiter des Unternehmens 70 Prozent seines letzten Grundgehalts als Betriebsrente ausgezahlt. Dieses belief sich auf 1,6 Millionen Euro im Jahr - macht darum nun 93.000 Euro Betriebsrente im Monat oder eben 3100 Euro am Tag.

          Der Konzern dementierte den Bericht nicht. Ein VW-Sprecher äußerte gegenüber der Zeitung: „Zu Vetragsangelegenheiten äußern wir uns grundsätzlich nicht.“ Auch Winterkorns Anwalt wollte demzufolge nichts dazu sagen.

          Ein normaler Volkswagen-Angestellter im Rang eines Werkzeugmachers bekomme im Durchschnitt etwa 700 Euro Betriebsrente pro Monat. Und dazu die gesetzliche Rente.

          Weitere Themen

          Neuer Trend in deutscher Solarbranche Video-Seite öffnen

          Umweltfreundlicher und haltbar : Neuer Trend in deutscher Solarbranche

          Billige Solarmodule aus Fernost haben viele deutsche Hersteller in die Pleite gestürzt. Spezialmodule und Speicher aber bringen die deutsche Solarbranche wieder auf Wachstumskurs. Dazu gehört auch „Solarwatt“, das mit einer kreativen Innovation die Kurve bekommen hat.

          Topmeldungen

          Fußball-WM im Liveticker : Holt sich Russland den Gruppensieg?

          Beim Heimturnier möchte die Sbornaja den dritten Sieg im dritten Spiel. Aber auch Uruguay will Erster werden. Beim Duell von Ägypten mit Saudi-Arabien geht es nur noch um die Ehre. Verfolgen Sie die Spiele im Liveticker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.