Home
http://www.faz.net/-gqi-771gp
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Europäische Union Autoverkäufe fallen im Januar auf Rekordtief

Im Januar sind in der EU so wenig Autos verkauft worden wie noch nie in diesem Monat. Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge fiel um 8,7 Prozent. Lediglich Großbritannien wartet mit einem Plus auf.

© dpa Vergrößern Kein Abnehmer: In der EU werden weniger Autos verkauft

Der Automarkt bricht in der Europäischen Union (EU) einen Rekord nach dem anderen - im negativen Sinn: Im Januar sind  so wenig Autos verkauft worden wie noch nie in diesem Monat, wie der  europäische Branchenverband Acea am Dienstag mitteilte. Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge fiel um 8,7 Prozent auf 885.159 Stück, das war der niedrigste Stand in einem Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990.

Abermals wartete von den wichtigen Absatzmärkten lediglich Großbritannien mit einem Plus auf: Im Vereinigten Königreich legten die Verkäufe um 11,5 Prozent zu. Mit 143.643 neu zugelassenen Fahrzeugen war das Land unter dem Union Jack zweitgrößter Absatzmarkt in der EU. Auf dem europäischen Festland regierte hingegen zum wiederholten Male Tristesse: So sackten in Deutschland die Verkäufe um 8,6 Prozent ab. Gleichwohl bleibt der hiesige Markt mit 192.090 neu zugelassenen Fahrzeugen der größte in der EU.

Mehr zum Thema

In Spanien lag das Minus bei 9,6 Prozent. In dem schwer angeschlagenen Land wurden mit 49.671 Fahrzeugen sogar weniger Autos verkauft als im erheblich kleineren Belgien (50.684). In Frankreich rutschten die Verkäufe um 15,1 Prozent auf 124.798 Stück ab und in Italien brach der Absatz um 17,6 Prozent auf 113.525 Fahrzeuge ein.

Die deutschen Hersteller hielt die Schwäche auf dem Heimatmarkt indes nicht auf: Lediglich Volkswagen verzeichnete ein Minus von 5,2 Prozent. BMW (+6,6%) und Daimler (+3,7%) legten hingegen zu. Die Opel-Mutter General Motors verkaufte konzernweit 5,5 Prozent weniger Fahrzeuge. Die Töchter Opel und Vauxhall glänzten dabei mit einem Plus von 4,5 Prozent.

In China explodieren die Verkäufe regelrecht

Der erfolgsverwöhnte südkoreanische Autobauer Hyundai nahm im Januar eine Auszeit: Hier sanken die Verkäufe um 2,0 Prozent. Der große asiatische Rivale Toyota musste allerdings ein Minus von 16,8 Prozent verkraften. Auch die Hersteller aus Frankreich und Italien verzeichneten zum Teil zweistellige Rückgänge. So verkaufte der angeschlagene Autobauer PSA Peugeot Citroen 16,3 Prozent weniger Fahrzeuge.

Außerhalb Westeuropas wurden dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge hingegen abermals meist Zuwächse erzielt. So stiegen die Verkäufe in den Vereinigten Staaten im Januar um 14, in Russland um 5 und in Brasilien um 18 Prozent. In China explodierten die Verkäufe mit einem Plus von 59 Prozent regelrecht.

Quelle: FAZ.NET/dpa-AFX

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Boom in China Deutsche Autokonzerne jubeln über Rekorde

Im laufenden Jahr haben die deutschen Autokonzerne bislang glänzende Geschäfte gemacht. Vor allem der chinesische Markt boomt. Jedes dritte Auto verkaufen die deutschen Hersteller mittlerweile dort. Mehr Von Carsten Knop

25.11.2014, 18:47 Uhr | Wirtschaft
Französische Kleinanleger Frankreichs Angriff auf die Belegschaftsaktie

Sind Mitarbeiter nicht die besseren Unternehmenseigner? Die französische Regierung ist anderer Meinung und streicht die automatische Zuteilung beim Verkauf von Staatsaktien. Mehr Von Christian Schubert, Paris

18.11.2014, 16:52 Uhr | Finanzen
Mittelstandsanleihen-Ticker Mittelstands-Meldungen 2014 Januar bis Mai

Meldungen von und über mittelständische Anleihenemittenten zwischen dem 1. Januar und dem 30. Mai 2014 Mehr

26.11.2014, 15:03 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 19.02.2013, 10:16 Uhr

Der Mythos vom prekären Arbeitsmarkt

Von Sven Astheimer

Zum ersten Mal sind mehr als 43 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigt. Vor allem viele normale Arbeitsplätze hat der Aufschwung geschaffen - allen Warnern zum Trotz. Eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Mehr 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wo Gemeinden die meisten Steuern einnehmen

Die Städte und Gemeinden in Ostdeutschland haben zwar weniger Schulden als die im Westen, doch ihre Steuerkraft ist noch immer deutlich niedriger. Unsere Grafik zeigt, wo Kommunen viele Steuern einnehmen. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden