04.01.2008 · Überraschend schwache Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt haben an den europäischen Aktienmärkten am Freitag zum Teil hohe Kursverluste ausgelöst. Der Leitindex für die Standardwerte des Euro-Raums, Euro Stoxx 50, schloss mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 4270,5 Punkten.
Überraschend schwache Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt haben an den europäischen Aktienmärkten am Freitag zum Teil hohe Kursverluste ausgelöst. Der Leitindex für die Standardwerte des Euro-Raums, Euro Stoxx 50, schloss mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 4270,5 Punkten. Zuvor hatte das amerikanische Arbeitsministerium bekannt gegeben, dass im Dezember außerhalb der Landwirtschaft nur 18 000 Stellen geschaffen worden seien. Damit sind in den Vereinigten Staaten zum Jahresschluss so wenige Arbeitsplätze entstanden wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Auch die Meldung, dass die Inflationsrate im Euro-Raum im Dezember auf 3,1 Prozent gestiegen ist, belastete den Aktienhandel.
Vor allem Autoaktien verzeichneten europaweit hohe Kursabschläge: Die Titel von Renault verbilligten sich um 7,6 Prozent, die von Daimler um 6 Prozent. Der Index der europäischen Automobilbranche büßte in der Spitze 5,6 Prozent ein. Dies war der größte Tagesverlust seit Oktober 2002. Renault-Vertriebschef Patrick Blain hatte am Freitag gesagt, das gerade angebrochene Jahr werde für den Autohersteller ein "kritisches Jahr, dem 2009 ein weiteres kritisches Jahr folgt". Telekom-Werte waren dagegen gesucht, France Télécom notierte wie die Deutsche Telekom 0,7 Prozent höher.
In Frankfurt fiel der Deutsche Aktienindex Dax nach der Veröffentlichung der amerikanischen Arbeitsmarktdaten um knapp 1,3 Prozent und schloss bei 7808,7 Punkten. Noch stärker gab der Nebenwerte-Index M-Dax nach: Er stürzte um 2,6 Prozent auf 9319,4 Punkte. Unter den Standardwerten fiel der Kursabschlag für die Autobranche beim Reifenhersteller Continental mit 7,9 Prozent besonders hoch aus. Die Aktien von Linde hingegen waren aufgrund von Übernahmegerüchten gefragt und wurden 4,4 Prozent höher gehandelt.
In London ermäßigte sich der richtungsweisende Index FTSE 100 um zwei Prozent auf 6348,5 Punkte. Angesichts der aufkommenden Konjunktursorgen erlitten vor allem konsumnahe Aktien einen Abschlag: Der Aktienkurs des Einzelhandelsunternehmens Kingfisher gab um 6,8 Prozent nach. Auch die Papiere von Next, Marks & Spencer und Intercontinental erlitten hohe Kurseinbußen.
In Paris fiel der Index CAC 40 um 1,8 Prozent auf 5446,8 Punkte. Die Aktien von PSA Peugeot-Citroën und Michelin führten zusammen mit denen von Renault die Liste der Tagesverlierer unter den Standardwerten an. In Zürich gab der SMI-Index um 2,3 Prozent auf 8130 Punkte nach. Hohe Kursabschläge verzeichneten vor allem Konsumaktien.
Auch in New York reagierten die Aktienmärkte mit deutlichen Kursabschlägen auf die Zahlen vom Arbeitsmarkt. Der Leitindex Dow Jones schloss mit einem Minus von 1,96 Prozent bei 12 800 Punkten. Der marktbreite S&P 500 gab noch stärker nach und fiel um 2,5 Prozent auf 1412 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index sackte gar um 3,8 Prozent auf 2505 Punkte ab. Mit einem Minus von 8,4 Prozent war unter den Standardwerten der Halbleiterhersteller Intel, der schon am Donnerstag einen Kursabschlag von 2,6 Prozent verzeichnet hatte, der größte Verlierer. Die Titel des Computerherstellers Hewlett-Packard gaben um 5,6 Prozent nach. An der New Yorker Börse wechselten am Freitag rund 1,65 Milliarden Aktien den Besitzer. 732 Werte legten zu, 2446 gaben nach und 50 blieben unverändert. Neue Höchststände verzeichneten 22 Titel, neue Tiefs 498. hlr./Bloomberg
Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.751,96 | −0,09% |
| FAZ-INDEX | 1.505,26 | −0,19% |
| TecDAX | 772,73 | −1,05% |
| MDAX | 10.296,70 | −0,54% |
| SDAX | 4.989,81 | −0,62% |
| REX | 423,38 | +0,51% |
| Eurostoxx 50 | 2.489,35 | −0,18% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,46 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.904,10 | +0,96% |
| Nasdaq 100 | 2.592,29 | +1,42% |
| S&P500 | 1.358,04 | +1,10% |
| Nikkei225 | 9.384,17 | +1,58% |
| EUR/USD | 1,3125 | −0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 120,25 $ | +0,17% |
| Gold | 1.713,00 $ | −1,15% |
| Bund Future | 138,72 € | −0,24% |