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Eurohypo-Übernahme Kreise: Commerzbank bereitet Kapitalerhöhung vor

16.11.2005 ·  Etwa 4,5 Milliarden Euro muß die Commerzbank wohl für die Eurohypo bezahlen. Ein Verkauf von Beteiligungen reicht da nicht aus - Analysten gehen davon aus, daß die Bank rund 50 Millionen neue Aktien ausgeben wird.

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Die Commerzbank wird zur Finanzierung der Übernahme der Eurohypo einer mit der Situation vertrauten Person zufolge voraussichtlich spätestens am Donnerstag eine Kapitalerhöhung ankündigen.

Die Kapitalspritze ist ein Teil verschiedener Maßnahmen, um den Kauf der größten deutschen Immobilienbank zu finanzieren. Händler äußerten am Mittwoch die Erwartung, daß die Commerzbank rund 50 Millionen neue Aktien ausgeben wird. Analysten gehen von einer Kapitalerhöhung von mindestens einer Milliarde Euro aus. Die Branchenkenner rechnen außerdem damit, daß die Bank weitere Beteiligungen veräußert.

Aktien fallen

Vorstandsmitglied Wolfgang Hartmann sagte am Rande einer Konferenz in Frankfurt, die Commerzbank sei auf die Finanzierung vorbereitet und verfüge über „sehr gute Konzepte“. Es bestünden ausreichend Reserven. Er ließ jedoch offen, ob die Akquisition eine Kapitalerhöhung nötig mache. Ausschließen wollte er einen solchen Schritt nicht.

Commerzbank-Aktien fielen am Mittwoch vorübergehend um mehr als ein Prozent auf unter 23 Euro.

Commerzbank will die Nummer zwei werden

Die Commerzbank will die Eurohypo für rund 4,5 Milliarden Euro übernehmen und damit zur Nummer zwei unter den deutschen Banken nach der Deutschen Bank aufsteigen. Es wäre der größte Zusammenschluß in der hiesigen Finanzbranche seit der Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz 2001.

Die Eurohypo war 2002 aus der Fusion der Hypotheken-Töchter der Konzerne Deutsche und Dresdner Bank sowie der Commerzbank entstanden. Zusammen halten die drei Institute rund 98 Prozent der Anteile. Die Commerzbank will nun die Pakete der beiden anderen Häuser erwerben und macht damit den Plänen der Eurohypo für einen Börsengang einen Strich durch die Rechnung.

Eurohypo bleibt rechtlich selbstständige Einheit

Hartmann ergänzte, er gehe davon aus, daß die Eurohypo als Marke erhalten bleibe.

„Es ist der erklärte Wille, daß sie als rechtlich selbstständige Einheit bestehen soll.“ Die Commerzbank werde nicht mit einem fertigen Integrationskonzept auf die Eurohypo zugehen. Ein solches solle zusammen erarbeitet werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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