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EU wittert Protektionismus Renault stärkt heimische Clio-Produktion

20.03.2009 ·  Die Auswirkungen der Abwrackprämie treiben immer weitere Blüten: Jetzt schafft Frankreich in einem Renault-Werk nahe Paris 400 Zeitarbeitsplätze, um mehr Clios bauen zu können. Doch eigentlich war die Clio-Produktion längst nach Slowenien abgewandert. Protektionismus?

Von Christian Schubert, Paris
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Der französische Autohersteller Renault will die Produktion des Kleinwagens Clio teilweise nach Frankreich zurückverlagern, um die zusätzliche Nachfrage zu befriedigen. Aufgrund der Verschrottungsprämien unter anderem in Frankreich und Deutschland haben die Verkäufe stark zugenommen. Daher will Renault im Werk Flins bei Paris 400 neue Zeitarbeitsplätze schaffen.

Bisher ist der Clio Campus im slowenischen Novo Mesto produziert worden. Das wird auch weiterhin der Fall sein, versichert Renault, doch die zusätzliche Nachfrage soll von Frankreich aus bedient werden. Dafür sollen in Novo Mesto künftig mehr Kleinwagen vom Typ Twingo gebaut werden.

Protektionistische Wirkung des Autorettungsplans

Der Autohersteller, an dem der französische Staat mit 15 Prozent beteiligt ist, bestreitet die Darstellung des Industriestaatssekretärs Luc Chatel, dass es sich dabei um eine „Rückverlagerung“ handele, weil in Slowenien nichts abgebaut werde. Die EU-Kommission will nun prüfen, ob in diesem Fall der französische Autorettungsplan eine protektionistische Wirkung entfalte.

Ursprünglich hatte Frankreich seine zinsgünstigen Autokredite von 6 Milliarden Euro für Renault und PSA Peugeot Citroën an die Bedingung geknüpft, keine Stellen in Frankreich abzubauen. Auf europäischen Druck wurde diese Klausel dann gestrichen. Die Regierung sagte jedoch, dass die Autobauer weiterhin eine „moralische Pflicht“ zum Schutz französischer Arbeitsplätze hätten.

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Jahrgang 1964, Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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