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Ernährung Grüne Woche mit Optimismus

18.01.2007 ·  Die gute Konjunktur hat nun auch die Landwirtschaft erfasst. Zu Beginn der Grünen Woche, die an diesem Donnerstag in Berlin eröffnet wird, hörte man von den Bauern keine Klagen, sondern nur optimistische Töne.

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Die gute Konjunktur hat nun auch die Landwirtschaft erfasst. Zu Beginn der Grünen Woche, die am Donnerstag in Berlin eröffnet wird, hörte man von den Bauern keine Klagen, sondern nur optimistische Töne. "Die Aufbruchstimmung hat jetzt auch die Landwirte erreicht", sagte Gerd Sonnleitner, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Erstmals seit sieben Jahren zeigte das Konjunkturbarometer des Verbandes mehr Optimisten als Pessimisten.

Für gute Stimmung sorgt nicht allein die bessere Verfassung des Agrarmarktes, sondern auch die größere politische Wertschätzung, deren sich die Branche erfreut. Erstmals in der achtzigjährigen Geschichte der "Grünen Woche" wird ein Regierungschef die Messe eröffnen. Kanzlerin Angela Merkel wird dies im Beisein von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso tun, weil Deutschland im nächsten Halbjahr den Vorsitz im Agrarrat der Europäischen Union hat. Trotz des Wirbels um sein Privatleben will Minister Horst Seehofer den traditionellen Messerundgang bestreiten, versicherte am Mittwoch seine Sprecherin.

Bei der weltweit größten Leistungsschau der Branche, die bis Ende Januar dauert und als beliebte "Schlemmermeile" vermutlich wieder 400.000 Besucher anzieht, geht es längst nicht mehr allein um Ernährung. Immer wichtiger wird das Thema Bio-Energie. Die Landwirte suchen ein zusätzliches Einkommen als "Energiewirt", indem sie mehr Holz schlagen und Raps oder andere stärkehaltige Pflanzen anbauen. Für Sonnleitner ist die Förderung solcher Kulturen eine sinnvolle Energiepolitik, weil sie nicht allein die Versorgungssicherheit erhöht, sondern auch das Klima schützt. Er rechnet damit, dass die Fläche, die für Bio-Energie und nachwachsende Rohstoffe genutzt wird, schon bald auf 26 Prozent der gesamten Ackerfläche steigt.

Quelle: km., F.A.Z., 18.01.2007, Nr. 15 / Seite 11
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