http://www.faz.net/-gqe-74qd2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 30.11.2012, 16:57 Uhr

Ermittlung gegen ehemaligen Landesbankchef Razzia bei früherem HSH-Nordbank-Chef Nonnenmacher

Der frühere Landesbankchef soll falsch verdächtigt haben, als die HSH-Nordbank ihren ehemaligen IT- und Personalvorstand Frank Roth entließ.

© ddp Dirk-Jens Nonnenmacher.

Razzia bei Dirk Jens Nonnenmacher: Die Staatsanwaltschaft Kiel hat am Mittwoch Wohnungen des ehemaligen HSH-Nordbank -Chefs durchsucht, teilte Staatsanwältin Birgit Heß mit. „Es geht um falsche Verdächtigung im Kontext Roth.“ Die HSH hatte den früheren IT- und Personalvorstand Frank Roth im Jahr 2009 zu Unrecht entlassen. Dafür hat sich das Hamburger Institut in der Zwischenzeit bei Roth entschuldigt und ihm eine millionenschwere Abfindung bezahlt.

Die HSH erklärte, sie habe Kenntnis, dass gegen Nonnenmacher wegen des Vorwurfs der falschen Verdächtigung und der Untreue ermittelt werde. „Wir haben sofort Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Kiel beantragt und werden unverzüglich nach der Gewährung derselben prüfen, ob sich aus den Ermittlungsakten neue Erkenntnisse ergeben, die uns zur Geltendmachung von Ansprüchen gegen die Beschuldigten ermächtigen.“

Ermittler: Bank legte gezielt falsche Spuren

Roth war im April 2009 von der HSH Nordbank unter dem Verdacht entlassen worden, geheime Unterlagen weitergegeben zu haben. Ermittlungen der schleswig-holsteinischen Generalstaatsanwaltschaft entlasteten den Bankmanager jedoch.

Mehr zum Thema

Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass die Bank gezielt falsche Spuren gelegt habe, um Roth zu diskreditieren. Daraufhin leitete die Bank den Rückzug ein. HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper entschuldigte sich bei Roth. Nonnenmacher hat die HSH Nordbank im Frühjahr 2011 verlassen.

Die City in Bewegung

Von Daniel Mohr

Zwei Großbanken verlassen London – eine ökonomisch vernünftige Entscheidung. Weitere dürften folgen. Frankfurt und Paris werden bald noch wichtiger. Mehr 3 8

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Wo Bayern München nur Platz vier belegt

In der Bundesliga thront Bayern München an der Spitze. In der Rangliste der umsatzstärksten Vereine reicht es nur für Platz vier. Das ist die Liste der „besten“ zehn. Mehr 1

Zur Homepage