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Energieversorger Vattenfall will Wettbewerber übernehmen

23.02.2009 ·  Erst kürzlich hat RWE die Weichen für eine Übernahme des niederländischen Energieversorgers Essent gestellt. Jetzt greift auch Vattenfall in den Niederlanden zu: Der schwedische Energiekonzern Vattenfall will seinen Konkurrenten Nuon für 8,5 Milliarden Euro übernehmen.

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Der schwedische Energiekonzern Vattenfall will seinen niederländischen Konkurrenten Nuon übernehmen. Der Konzern bietet 8,5 Milliarden Euro in bar für sämtliche Anteile am Versorger aus den Niederlanden. Das teilte Vattenfall am Montag in Stockholm mit. Das Netzunternehmen von Nuon, Alliander, sei in diese Transaktion nicht inbegriffen. Bei Nuon wird im Zuge eines Umbaus der Energiebranche durch die niederländische Regierung die Stromerzeugung von dem Netz getrennt.

Nuon und Vattenfall wollten „einen europaweit führenden Energieversorger bilden“, hieß es in der Erklärung. Vattenfall soll der Vereinbarung zufolge zunächst 49 Prozent an Nuon übernehmen. Die restlichen 51Prozent sollen dann im Laufe der kommenden sechs Jahre unter festgelegten Bedingungen von Vattenfall gekauft werden.

Kein Stellenabbau geplant

Die niederländischen Kommunen und Provinzen wollen ihre Anteile an Nuon, dem zweitgrößten Versorger des Landes, verkaufen. Als Interessenten galten neben Vattenfall das dänische Energieunternehmen Dong und der deutsche Energieriese Eon.

Nuon ist genauso wie Vattenfall auch in Deutschland aktiv und bietet hierzulande in zahlreichen deutschen Städten Strom an, in einigen Städten auch Gas. Der Konzern tritt als Billiganbieter auf und bewirbt sein Stromangebot als umweltfreundlich, da der Strom nicht aus Atom- und aus Kohlekraftwerken stamme.

Nuon beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter in den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Vattenfall erklärte, ein Stellenabbau infolge der Übernahme sei nicht geplant.

Der niederländische Energiemarkt scheint derzeit sehr beliebt zu sein. Erst kürzlich hatte Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE die Weichen
für eine mehr als neun Milliarden Euro teuere Übernahme des führenden Strom- und Gasanbieters Essent gestellt (siehe Energiekonzerne: RWE will niederländische Essent kaufen).

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Von Heike Göbel

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