26.08.2010 · Die Anzeige hat für Aufsehen gesorgt: 40 Manager unterzeichneten einen Appell für die Atomkraft. Der RWE-Chef Großmann verteidigt dies: Er halte es für legitim. Da sei „kein Druck und keine Erpressung dabei“.
RWE-Vorstandschef Jürgen Grossmann hat die umstrittene Anzeigenkampagne großer Energiekonzerne für eine weitere Nutzung der Atomkraft verteidigt (siehe Energiepolitischer Appell: 40 Manager greifen Röttgens Politik an). Unmittelbar vor dem Eintreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag zu einem Besuch im Kernkraftwerk Lingen sagte Grossmann: „Ich glaube nicht, dass wir die Kanzlerin damit verärgert haben.“
Es gehe nicht um die Form sondern den Inhalt: „Ich halte es für absolut legitim, dass Kernkraftwerksbefürworter und die Befürworter eines Energiemixes ihre Meinung zu Gehör bringen“. Da sei „kein Druck und keine Erpressung dabei“ (siehe Ein Mann und seine Meinung).
Die Energiewirtschaft brauche vernünftige Rahmenbedingungen, verlangte Grossmann weiter: „Wir sind Wirtschaftsunternehmen und das alles muss sich rechnen.“ In der Diskussion über die von den Energiekonzernen abgelehnte Brennelementesteuer deutete der RWE-Chef ein Einlenken an. „Auch Steuern sind ja verlässlich“, sagte er. Merkel hatte verärgert auf die Anzeigenkampagne reagiert und die Konzerne davor gewarnt, Druck auf die Regierung auszuüben.
Was gibt es zu verteidigen?
Rupert Brasch (aepfelundbirnen)
- 26.08.2010, 20:49 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
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| Rohöl Brent Crude | 104,06 $ | −2,61% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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