24.05.2008 · Die Verbraucher müssen sich auf drastisch steigende Gaspreise einstellen. Der Konzern sieht einen entsprechenden „Anpassungsbedarf“ auf Grund der gestiegenen Ölpreise. Die Rede ist von einem Anstieg um 25 Prozent.
Aufgrund der steigenden Ölpreise plant der Energiekonzern E.ON eine Erhöhung seiner Gaspreise. „Wir werden die Preise anpassen müssen“, sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag in Düsseldorf. „Zur Größenordnung können wir nicht Stellung nehmen.“ Auch der Zeitpunkt sei noch unklar.
Das Magazin „Der Spiegel“ hatte unter Berufung auf interne Planungen des Konzerns berichtet, E.ON plane eine Gaspreiserhöhung von bis zu 25 Prozent.
E.ON beliefert Großkunden wie zum Beispiel Stadtwerke. Inwiefern diese dann die Preiserhöhung an die Verbraucher weitergeben, sei deren Entscheidung, betonte der Sprecher. „Wir können uns nicht von den weltweit steigenden Energiepreisen abkoppeln“, sagte der E.ON-Sprecher. Die höheren Beschaffungskosten seien für das Unternehmen schon im ersten Quartal deutlich spürbar gewesen und hätten.
Ermittlungen der EU-Kommission
Die EU-Kommission ermittelt dem Nachrichtenmagazin zufolge gegen Eon und RWE wegen angeblicher Wettbewerbsverstöße im Gasmarkt. Die Brüsseler Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes will demnach in den kommenden Wochen zwei Kartellverfahren zum Abschluss bringen, in denen die deutschen Energiemultis eine wichtige Rolle spielen. So wolle Kroes belegen, dass sich Eon mit seinem französischen Konkurrenten Gaz de France bei einem gemeinsamen Pipeline-Projekt darüber abgesprochen haben soll, kein Gas in das jeweilige Nachbarland zu liefern. RWE soll dem Bericht zufolge bewusst Kapazitäten und Investitionen im Gasbereich zurückgehalten haben, um den Wettbewerb zu verhindern.
Beide Konzerne streiten laut „Spiegel“ die Vorwürfe ab. RWE bemüht sich demnach derzeit in intensiven Verhandlungen mit der EU-Wettbewerbskommission, die Vorwürfe auszuräumen. Eon macht dem Bericht zufolge geltend, dass die monierte Vereinbarung aus dem Jahr 1975 stamme und schon lange aufgehoben worden sei. Wegen zweier Kartellverfahren im Strommarkt hatte Eon im Februar überraschend den Verkauf seines Hochspannungsnetzes angekündigt. Der Konzern hatte sich mit der EU-Kommission auf diesen Schritt geeinigt, um so die Einstellung der Verfahren zu erreichen.
Anpassungsbedarf??
Hans-Dietmar Venema (ochsenfrosch)
- 24.05.2008, 19:39 Uhr
Hier in Wuppertal...
E N (ywendala)
- 24.05.2008, 23:32 Uhr
@ Fischer
thomas schulz (peanutbutter)
- 25.05.2008, 13:56 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
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