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Elite-Universitäten Harvard und Yale haben sich verspekuliert

11.09.2009 ·  Sie zählen zu den reichsten Universitäten der Welt. Ihre Stiftungen waren jahrelang für hohe Renditen bekannt. Doch in der Finanzkrise haben sich die beiden Eliteuniversitäten Harvard und Yale verspekuliert und jeweils rund 30 Prozent ihres Stiftungskapitals eingebüßt. Zwei Universitäten auf Schrumpfkur.

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Die Finanzkrise setzt den amerikanischen Elite-Universitäten Harvard und Yale massiv zu. Das milliardenschwere Stiftungsvermögen schmolz im vergangenen Geschäftsjahr um je fast ein Drittel zusammen, wie die Hochschulen am Donnerstag mitteilten.

Bei der in Cambridge in Massachusetts ansässigen Harvard-Universität war der Rückgang um gut 27 Prozent - also elf Milliarden Dollar - auf 26 Milliarden Dollar der größte in vier Jahrzehnten. Es ist das erste Minus seit sieben Jahren. Harvard sei in die „schwerste Finanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahren“ geschlittert, sagte die Harvard-Management-Chefin Jane Mendillo. Üblicherweise schüttet die Harvard-Stiftung Geld an Einrichtungen der Universität aus. Die mehr als 370 Jahre alte Hochschule entließ bereits Mitarbeiter und legte einen prestigeträchtigen Campus-Ausbau auf Eis. Die Fakultät für Geistes- und Naturwissenschaften wird ihren 1,15 Mrd. Dollar-Etat in den nächsten beiden Jahren um 19 Prozent senken. Sie wird zu rund 60 Prozent aus den Erlösen der Harvard-Stiftung finanziert.

Yale in New Haven, Connecticut, büßte in dem am 30. Juni zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 30 Prozent ein. Die Universität muss sich bis 2014 auf jährliche Haushaltsdefizite einstellen. Auch Yale hat die Belegschaft bereits verkleinert und kündigte jetzt weitere Sparmaßnahmen an.

Die beiden Elite-Universitäten haben in der Krise damit auch prozentual betrachtet deutlich mehr Geld verloren als andere amerikanische Universitäten. Kleinere Unis investierten stärker in Aktien und Anleihen. Und die haben während der Marktkrise weniger Wert verloren als Private- Equity-Anlagen, Immobilien und andere so genannte alternative Anlageformen.

In den Vereinigten Staaten sind Spenden für viele Universitäten eine der wichtigsten Einnahmequellen. Harvard und Yale zählen zu den reichsten Universitäten der Welt. Jahrelang waren ihre Stiftungen für hohe Renditen bekannt (siehe Wie amerikanische Universitäten Milliarden verdienen). In den vergangenen Jahren hatten beide stark in alternative Anlagen wie Hedge Fonds und private Beteiligungsgesellschaften investiert - die sich im Zuge der Finanzkrise aber vielfach nicht auszahlten.

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Von Heike Göbel

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