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Electrolux AEG-Mutter verdient gut an Hausgeräten

25.10.2005 ·  Zur Zukunft des von der Schließung bedrohten AEG-Hausgerätewerks in Nürnberg äußerte sich die Konzernmutter Electrolux nicht, aber ausgerechnet die steigende Nachfrage nach Waschmaschinen läßt den Unternehmensgewinn steigen.

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Der schwedische Haushaltsgerätekonzern Electrolux hat im dritten Quartal mehr verdient als von Marktexperten erwartet. Zum weiteren Vorgehen im Fall des von der Schließung bedrohten AEG-Werks in Nürnberg äußerte sich der Konzern am Dienstag bei Vorlage der Zahlen nicht.

Der Gewinn vor Steuern ohne Einmal-Posten habe 1,47 Milliarden schwedische Kronen (etwa 154,5 Millionen Euro) betragen nach 1,24 Milliarden Kronen ein Jahr zuvor, teilte Electrolux am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 1,37 Milliarden
Kronen gerechnet. Die operative Gewinnmarge sei durch Steigerungen in der für Electrolux entscheidenden Sparte für Produkte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Staubsauger sowie Umsatzzuwächse in Nordamerika gesteigert worden, teilte der Konzern mit.
Insgesamt stiegen die Erlöse um 8,5 Prozent auf 32,1 Milliarden Kronen. Elektrolux-Aktien zogen am Vormittag um 4,5 Prozent an.

Nachfrage nach Haushaltsgeräten steigt

Für 2005 könne im Vergleich zum Vorjahr mit einem leichten Anziehen der Nachfrage nach Haushaltsgeräten in Europa und den Vereinigten Staaten gerechnet werden. Gleichwohl gehe das Unternehmen nach wie vor von einem etwas niedrigeren Ergebnis im Gesamtjahr aus.

Video: Warnstreik bei AEG in Nürnberg

Der ausgewiesene Quartalsgewinn sei mit 922 Millionen Kronen belastet gewesen, die sich zum Teil aus Schließungen von verlustbringenden Werken in Spanien und Italien ergeben hätten, teilte der Konzern mit. Zu den Electrolux-Marken zählt unter anderem auch AEG. Die Schweden erwägen wegen des Preisverfalls für Haushaltsgeräte in Europa und speziell in Deutschland die Verlagerung der Fertigung aus Nürnberg in Niedriglohnländer in Osteuropa.

In Nürnberg ist neben der Fertigung auch die Deutschland-Zentrale von Electrolux angesiedelt. Insgesamt beschäftigt der Konzern in der Stadt rund 2500 Menschen. In Deutschland waren die Preise für Elektro-Haushaltsgeräte in den vergangenen beiden Jahren um zusammen mehr als zehn Prozent gefallen. In Nürnberg stellt Electrolux Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler verschiedener Marken des Konzerns her.

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Von Heike Göbel

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