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Einzelhandel Mit dem Adventssamstag zufrieden

 ·  Am ersten Wochenende im Dezember waren die Geschäfte besonders in den Innenstädten gut gefüllt. Die Deutsche Post DHL rechnet dank des zunehmenden Einkaufs im Internet dieses Jahr mit einem Rekordgeschäft zur Weihnachtszeit.

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© dapd Vergrößern Der Einzelhandel verzeichnet gute Geschäfte rund um den ersten Advent

Nach einem eher mäßigen Saisonauftakt im November zeigen sich Deutschlands Einzelhändler mit den Geschäften am ersten Dezemberwochenende zufrieden. Nach einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) waren die Geschäfte besonders in den Innenstädten gut gefüllt. Neben den typischen Geschenkartikeln wie Uhren und Schmuck waren besonders Lebensmittel, Nikolausgeschenke, Adventskalender und Dekorationsartikel begehrt.

Mit dem winterlichen Wetter zog auch die Nachfrage nach warmer Bekleidung an. Nach den Worten des HDE-Hauptgeschäftsführers Stefan Genth sind die Unternehmen optimistisch und rechnen mit einem guten Jahresendspurt. Der Verband hat für das diesjährige Weihnachtsgeschäft ein Umsatzplus von 1,5 Prozent prognostiziert. Das letztjährige Weihnachtsgeschäft war für viele Händler enttäuschend, weil der relativ warme Winter den Verkauf von Sportartikeln und Bekleidung belastete.

Die Deutsche Post DHL rechnet dank des zunehmenden Einkaufs im Internet dieses Jahr mit einem Rekordgeschäft zur Weihnachtszeit. „Wir profitieren besonders vom weiter wachsenden Online-Versandhandel“, sagte Andrej Busch, Chef der Paketsparte DHL, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Das Geschäft ist im November hervorragend angelaufen.“ Die Zahl der im November zugestellten Pakete liege etwa zehn Prozent über dem Vorjahresniveau, sagte Busch.

Um die Flut der Sendungen vor Weihnachten zu bewältigen, halte allein die Deutsche Bahn in diesem Jahr 62 Sonderzüge für die Deutsche Post bereit, sagte Busch. Das Transportvolumen der Züge sei dabei so hoch wie nie zuvor. Jeder Verbraucher wird nach Einschätzung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) dieses Jahr im Durchschnitt 285 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das wären neun Prozent mehr als im Vorjahr. Als Grund führte die GfK steigende Löhne und eine hohe Beschäftigungsrate an.

Vor allem im Internet dürfte das Geschäft zunehmen

Auch der Handelskonzern Tengelmann rechnet mit einem guten Weihnachtsgeschäft. „Wenn nicht neue Hiobsbotschaften die Kauflaune dämpfen, dürfte es ein ordentliches Weihnachtsgeschäft werden“, sagte Tengelmann-Inhaber Karl-Erivan Haub der „Wirtschaftswoche“. Vor allem im Internet dürfte das Geschäft zunehmen.

Deshalb dürfte sich der Auswahlprozess im Handel fortsetzen. „Wir haben enorme Überkapazitäten. 25 bis 30 Prozent der Ladenflächen sind überflüssig. Die Demographie und die Abwanderung der Kunden ins Internet werden die Situation weiter verschärfen“, sagte Haub. Vor allem bei Baumärkten und Textilhändlern sieht er eine Marktbereinigung.

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