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Kult-Comic : Ein VW-Erbe kauft Fix & Foxi

Fix und Foxi Bild: picture-alliance / dpa

Ein Neffe des Volkswagen-Patriarchen Ferdinand Piëch kauft die berühmte Comic-Reihe Fix & Foxi: Die Füchse sollen einen eigenen Fernseh-Kanal bekommen und auch im Ausland Fans finden.

          Fix und Foxi, zuletzt arg herumgeschubste Comic-Figuren, bekommen eine neue Heimat: Der österreichische Medienunternehmer Stefan Piëch, Neffe des Volkswagen-Patriarchen Ferdinand Piëch, hat sämtliche Rechte an den Figuren erstanden. „Fix & Foxi haben Kultstatus, mit 780 Millionen verkauften Heften in aller Welt sind sie der erfolgreichste deutsche Comic aller Zeiten“, sagt Piëch, Vorstand wie Großaktionär der TV-Firma „Your Family Entertainment AG“, der nun rasch einen eigenen „Fix & Foxi“-Kanal im Fernsehen aufbauen will, „vielleicht mit 24 Stunden Sendezeit am Tag“.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Im Paket mit den prominenten Füchsen hat der Kinderfernsehanbieter das gesamte Erbe des Comic-Zeichners Rolf Kauka (1917 bis 2000) gekauft, dazu gehören an die 80 Charaktere, etwa Maulwurf Pauli und Lupo, der Wolf. Nur das Archiv mit den Originalzeichnungen bleibt im Eigentum von Witwe Alexandra Kauka, die in Amerika lebt.

          „Fix & Foxi sind ein deutsches Kulturgut, damit sind wir alle aufgewachsen“, sagt Piëch über die Neuerwerbung. Die Figuren waren im Jahr 1953 von Rolf Kauka, zu Lebzeiten gerühmt als der „deutsche Walt Disney“, geschaffen worden als Reaktion auf Importcomics wie Micky Maus. Zu besten Zeiten schlugen die Füchse die Maus sogar in den Auflagezahlen.

          Was folgte, war eine traurige Geschichte: Lizenznehmer wie Eigentümer wechselten, der ein oder andere ging pleite, das Heft wurde gleich mehrfach eingestellt. Nun hat es die Chance auf ein Comeback: Piëch, der schon länger Fix& Foxi-Filme produziert und in zehn Sprachen vermarktet, besitzt nun alle Marken- und Merchandising-Rechte inklusive der Buchrechte - und die gedenkt er zu nutzen, am liebsten weltweit: „Die Füchse sind globalisierbar.“ Ideen für Schreibwaren, Mode, Plüschfiguren hat er schon im Kopf, sogar einen Fix & Foxi-Themenpark hält er für denkbar: „Mit dem richtigen Partner sind wir dafür offen.“

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