19.05.2008 · Eigentlich sollte der ehemalige Siemens-Chef Heinrich von Pierer noch drei weitere Jahre im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sitzen. Doch gegen seine Wiederwahl lagen mehrere Anträge von Aktionären vor. Nun hat Pierer seine Kandidatur von sich aus zurückgezogen.
Nach der milliardenschweren Schmiergeldaffäre bei Siemens zieht sich der ehemalige Siemens-Chef Heinrich von Pierer (67) aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank zurück. Pierer habe der Deutschen Bank mitgeteilt, dass er auf der Hauptversammlung am 29. Mai nicht mehr für eine Wiederwahl in den Aufsichtsrat zur Verfügung stehe, teilte die größte deutsche Bank am Montag in Frankfurt mit.
Bisher war vorgesehen, Pierer auf der Hauptversammlung für weitere drei Jahre als Aufsichtsrat zu bestätigen. Gegen die Wiederwahl lagen mehrere Gegenanträge von Aktionären vor, die unter anderem auf die ausstehende Entlastung Pierers als Siemens-Aufsichtsratschef hinwiesen. Die Staatsanwaltschaft München hat im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre bei Siemens ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den ehemaligen Konzernchef eingeleitet.
Der Aufsichtsrat werde an seiner Stelle den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen, zur Wahl vorschlagen. Der einst oberste Siemens- Lenker und Chef-Aufseher Pierer war wegen der Schmiergeldaffäre unter Druck geraten. Er hatte stets beteuert, von den schwarzen Kassen nichts gewusst zu haben.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.375,28 | −1,35% |
| Dow Jones | 12.537,30 | −0,34% |
| EUR/USD | 1,2415 | −0,58% |
| Rohöl Brent Crude | 104,37 $ | −2,32% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
Anonym bewerben? Ist das gut?