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Ehemalige Vorstände : Deutsche Bank hält weiterhin Millionen-Boni zurück

Josef Ackermann will nicht auf seine Boni verzichten. Bild: dpa

Josef Ackermann wartet auf 3,5 Millionen Euro, Anshu Jain wartet auf 5,3 Millionen Euro. Die Deutsche Bank gibt im Streit mit ihren ehemaligen Vorständen nicht nach.

          Im Streit zwischen der Deutschen Bank und ihren ehemaligen Vorständen um die Auszahlung einmal zugesagter Boni sind die Fronten weiter verhärtet. Eine erste Verhandlungsrunde zwischen den Anwälten beider Seiten ist nun ergebnislos geblieben, wie die F.A.Z. aus Finanzkreisen erfuhr. Die Deutsche Bank wollte sich dazu nicht äußern.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sie hält seit drei Jahren mehr als 30 Millionen Euro an einmal zugesagten Bonuszahlungen unter anderem an die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann und Anshu Jain zurück. Der Aufsichtsratsvorsitzende Paul Achleitner begründet das mit laufenden Untersuchungen zu der Rolle der Betroffenen bei den krummen Geschäften, welche die Bank heute teuer zu stehen kommen. Wie die F.A.Z. schon im Mai berichtete, hält die Bank bei Ackermann noch 3,5 Millionen Euro und 96.600 Aktien zurück. Bei dem früheren Ko-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain sind es 5,3 Millionen Euro sowie 125.000 Aktien.

          Ackermann will auf seine Ansprüche nicht verzichten, hatte er im November auf einer Konferenz gesagt und seinen Standpunkt damit begründet, er könne dies nicht tun, weil er damit moralischen Druck auf seine früheren Kollegen ausübe. Damit hatte der Schweizer einmal mehr für Empörung gesorgt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verglich Ackermanns Haltung mit „Fastnacht oder Karneval“. Im Gegenzug warf Ackermann Schäuble mangelnden Anstand vor.

          Zu den ehemaligen Vorstandsmitgliedern, die noch auf ihre eingefrorenen Boni warten, zählen unter anderen auch Jains Ko-Vorstandsvorsitzender Jürgen Fitschen, Stefan Krause, Stephan Leithner und Rainer Neske. Einige von ihnen sollen immerhin dazu bereit sein, auf einen Teil ihrer Ansprüche zu verzichten.

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