Gegen den Mannheimer Baukonzern Bilfinger wird nach einem österreichischen Zeitungsbericht wegen Korruptionsvorwürfen ermittelt. Es gehe um angebliche Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe im Zusammenhang mit Bauprojekten in Ungarn und der Slowakei, berichtete die Zeitung „Die Presse“ am Wochenende.
Büros der österreichischen Konzerntochter in Wien, die Konzernzentrale in Mannheim sowie Filialen in Ungarn und der Slowakei seien Mitte Oktober durchsucht worden. Im Zentrum der Ermittlungen stehe ein 495 Millionen Euro umfassendes Bauprojekt in Ungarn, berichtete die Zeitung. Dafür sei angeblich 2006 und 2007 Schmiergeld geflossen.
Konzern bestätigt Durchsuchungen
Ein Konzernsprecher bestätigte Durchsuchungen „in verschiedenen Büros“ von Bilfinger, bei denen es laut Staatsanwaltschaft um Vorgänge aus den Jahren 2006 und 2007 gehe.
Bilfinger unterstütze die Ermittlungen und kooperiere mit der Staatsanwaltschaft, sagte der Sprecher weiter. „Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, bitten wir um Verständnis, dass wir zu dem Sachverhalt keine weiteren Angaben machen können.“
