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Drei von vier Autos gehen ins Ausland Der deutsche Automarkt schwächelt

03.01.2008 ·  So wenig Autos wie im vergangenen Jahr haben die Deutschen schon lange nicht mehr gekauft. Der Absatz fiel so schlecht aus wie noch nie seit der Wiedervereinigung: Dennoch produzierten die Hersteller im vergangenen Jahr mehr Autos als je zuvor. Denn der Export läuft.

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Die Deutschen haben 2007 so wenig Neuwagen gekauft wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Der Absatzrückgang fiel dabei stärker aus als zuletzt befürchtet: Insgesamt wurden knapp 3,15 Millionen Wagen neu zugelassen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstag in Frankfurt mit. Anfang 2007 hatte der Verband noch mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau von 3,4 Millionen verkauften Wagen gerechnet, also mit rund 25.000 Fahrzeugen mehr.

Als Ursachen für das erste Minus seit vier Jahren gelten die Mehrwertsteuererhöhung vom Jahresbeginn, die Klimadebatte und die allgemeine Teuerung, speziell die hohen Benzinpreise. Gegenüber dem Vorjahr sank der Absatz um neun Prozent. Hervorragend läuft dagegen das Geschäft im Ausland: getragen vom starken Export erzielten die Hersteller einen neuen Produktionsrekord von 5,7 Millionen Autos - das sind sechs Prozent mehr als im Rekordjahr 2006.

Zum Jahresende besonders schlechtes Geschäft

Für 2008 rechnet die Branche in Deutschland dank neuer Modelle und steigender Haushaltseinkommen mit einem besseren Abschneiden von mindestens 3,2 Millionen Neuzulassungen - das wäre aber weniger als in den vergangenen Jahren. „Für 2008 erwarten wir ein leichtes Anziehen der Autokonjunktur“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann kürzlich. Voraussetzung sei, dass die Politik den „Knoten stetig steigender Mobilitätskosten“ durchschlage. So fordern die Hersteller eine rasche Entscheidung zur neuen Kfz-Steuer, die von 2009 an nach Schadstoffausstoß statt Hubraum bemessen werden soll. Hoffnung mache die Auftragslage aus dem Inland, die sich im Dezember erholte (plus 20 Prozent).

Das Geschäft mit dem Ausland gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die deutsche Schlüsselindustrie, die 748 300 Mitarbeiter zählt, verbuchte 2007 zum fünften Mal in Folge einen Exportrekord. Die Ausfuhren übertrafen mit 4,3 Millionen das bisherige Rekordergebnis aus 2006 um 11 Prozent. Drei von vier Autos gehen inzwischen ins Ausland.

Wie erwartet lief das Geschäft in Deutschland zum Jahresende besonders schlecht. Wegen des Sondereffekts der Mehrwertsteuererhöhung brach der Absatz im Dezember gegenüber dem besonders guten Vorjahresmonat um 20 Prozent ein und schrumpfte so stark wie zuletzt vor sieben Jahren. Im Vergleichsmonat 2006 waren im Vorfeld der Steuererhöhung die Verbraucher in Scharen in die Autohäuser geströmt. Die Anhebung der Steuer verteuerte einen Wagen im Schnitt um 700 Euro.

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