28.03.2008 · Die Milliarden-Belastungen bei der Bayern LB könnten nach Meinung von Bayerns Ministerpräsident drastischer ausfallen, als bekannt, berichtet eine Zeitung. Nach F.A.Z.-Informationen plant die Landesbank nun die Gründung einer Gesellschaft, die ihr rund 20 Milliarden Euro an riskanten Wertpapieren abnehmen soll.
Die staatseigene Bayern LB erwägt Milliardenrisiken aus ihrer Bilanz auszulagern und dafür Bürgschaften ihrer Eigentümer einzuholen. Nach Informationen der F.A.Z. aus Finanzkreisen prüft die zweitgrößte deutsche Landesbank unter anderem die Gründung einer Gesellschaft, die ihr rund 20 Milliarden Euro an riskanten Wertpapieren abnehmen soll.
Die Bayern LB gehört jeweils zur Hälfte dem Land und den bayerischen Sparkassen. Die Bank müsse für die Bürgschaften zur Absicherung der neuen Gesellschaft einen „marktüblichen Preis“ bezahlen, heißt es. Das Vorhaben gilt dennoch als europarechtlich schwierig. Entscheidungen gebe es noch nicht.
Der Vorteil für die Bank wäre, dass in ihrer Bilanz keine weiteren Wertberichtigungen anfielen. Diese sind offenbar doppelt so hoch wie bisher bekannt. Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sagte dem „Nordbayerischen Kurier“, es sei mit einem Betrag von rund 4 Milliarden Euro zu rechnen. Die Bank selbst hat ihre Schäden für 2007 bisher mit 1,9 Milliarden Euro beziffert. Ein Sprecher der Bayern am Freitag verwies am Freitag lediglich auf die Bilanzpressekonferenz nächste Woche.
Herabstufung des Ratings droht
Der Bayern LB droht zudem eine Herabstufung ihres Finanzstärke-Ratings durch die Agentur Moody's, die befürchtet, dass sich die Abschreibungen und Wertkorrekturen bei dem Institut noch verdoppeln könnten (siehe dazu auch: Bayern LB könnte durch Finanzkrise 3,8 Milliarden Euro verlieren). Die Bank hatte ihre Belastungen für 2007 auf 1,9 Milliarden Euro beziffert.
Die Bank hält nach eigenen Angaben Papiere in einem Volumen von über vier Milliarden Euro, die im Zusammenhang mit schlecht besicherten Krediten in den Vereinigten Staaten stehen. Moody's hatte erklärt, ohne Maßnahmen zur Stärkung des Kapitals oder zur Senkung der Risiken drohe eine Herabstufung. Bei der mit Verlusten kämpfenden West LB waren die Eigner schon mit Garantien in die Bresche gesprungen, um eine Herabstufung und damit eine teurere Refinanzierung für die Düsseldorfer Bank zu verhindern. Dort haftet allein das Land - und damit der Steuerzahler - für drei Milliarden Euro. Auch die NRW-Sparkassenverbände stützen das Institut.
Ein Sprecher des Bayerischen Sparkassenverbands bekräftigte, dass die Institute der Landesbank die Stange hielten. „Beide Eigentümer stehen fest hinter ihrer Bank.“ Ein Sprecher der Landesbank sagte: „Der Vorstand steht in ständigem Kontakt mit den Eigentümern.“
peanuts
ch. buettner (kufediloar)
- 28.03.2008, 17:27 Uhr
Die Taschenspieler kommen !
Walter Leo (Eilbote)
- 28.03.2008, 18:11 Uhr
Rating runter - und Kapitalerhöhung.
Karl-Heinz Andresen (khaproperty)
- 28.03.2008, 18:48 Uhr
Es werden am Ende mindestens 10 Milliarden sein
Martin Gürsch (Betroffener)
- 28.03.2008, 19:15 Uhr
Hallo Herr Beckstein - aufwachen !!!!
Rüdiger Noll (krn)
- 28.03.2008, 20:00 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.319,85 | −3,26% |
| Dow Jones | 12.118,60 | −2,22% |
| EUR/USD | 1,2433 | +0,58% |
| Rohöl Brent Crude | 98,82 $ | −2,76% |
| Gold | 1.606,00 $ | +3,08% |
Anonym bewerben? Ist das gut?